133. Travemünder Woche 2022

Geschrieben von Katja Babik am .

Die Travemünder Woche ist immer eins unserer Saisonhighlights im Regattaplan der Kielzugvögel. Im Hochsommer auf einem tollen Seerevier mit der Jolle zu segeln ist ein Traum. Diesmal hatten wir an allen vier Wettfahrttagen segelbaren Wind. Schon am ersten Wettfahrttag war dieser jedoch sehr kräftig und mit langanhaltenen Böen über 20 Knoten . Daher kamen wir (Katja und Oliver Babik) am ersten Wettfahrttag an unsere Grenzen und beendeten die Wettfahrt an der Luvtonne. Somit hatten wir zwar einen punktemäßig schlechten Start in die Segelwoche, aber machmal ist das halt so. Als wir in die Trave Richtung Hafen segelten, trafen wir auf zwei 12er (Klassische Rennyachten, ca. 20 m lang) die bei diesen Bedingungen dort ein Matchrace veranstalteten, wirklich beindruckend.

An den folgenden zwei Tagen hatten wir drei bis  vier Bft. und segelten jeweils drei Wettfahrten bei gleichmäßigem Wind aus Nordost. Die Welle baute sich gut auf und der Zugvogel wurde in der Welle mal wieder recht klein. Mit den Plätzen 2, 3, 6, 4, 4, 2 waren wir gut hinter den drei Favoriten dabei und setzen uns abends zufrieden mit den anderen Seglern zusammen und hatten eine schöne Zeit.

Bericht 133 Travemuender Woche

Am letzten Wettfahrttag war der Wind eher schwach vorhergesagt und kam auch erst gegen Mittag. Bei noch einer hohen Welle vom Vortag und drei Windstärken schlossen wir die Serie mit einem dritten Platz ab. Mit dem gesamt vierten Platz sind wir sehr zufrieden. Auch wenn leider dieses Jahr nur zehn Kieler an den Start gingen, waren die Wettfahrten spannend und anstrengend. Ein sehr guter Wettfahrtleiter und sein Team bauten uns eine perfekte Bahn auf.

An Land sorgte die Klasse / Klassenvereinigung / die Segler für ein schönes Rahmenprogramm mit einem Klassenabend, Stegbier und einem gemeinsamen Abendessen. Das kleine Starterfeld mit weniger Segelern als sonst, sorgte hier für eine sehr familiäre Atmosphäre mit gemütlichen Abenden auf dem Wohnmobilstellplatz. Ich bin mir sicher, dass alle Teilnehmer die Travemünder Woche 2023 jetzt schon wieder in ihren Regattaplan aufgenommen haben.

Katja und Oliver

Prüflinge, Teil 2

Geschrieben von Annette Diehl am .

Heute haben weitere Vereinsmitglieder erfolgreich ihre (Teil-)Prüfungen für den SBF See und Binnen bestanden:

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von links:

Lars Flasche: SBF Binnen, Teil segeln

Gerd Julius: SBF See

Andre und Katharina Batz: beide SBF See und Binnen unter Motor, Teil segeln fehlt noch.

Allen herzlichen Glückwunsch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

die Scangard schwimmt...

Geschrieben von Annette Diehl am .

Nachdem Ingo und Michael die neue Scangard gestern in Flensburg abgeholt haben,

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wurde sie heute von 5 Helfern ins Wasser gebracht...

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(Ingo fehlt auf dem Bild)

Das hat alles super geklappt, bis wir den Mast gestellt hatten.

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Da viel uns (leider viel zu spät) auf, dass der Wirbel der Rollfock oben festgemacht bzw. hochgezogen war. Da wir den Mast nicht wieder legen wollten, versuchten wir zunächst mit einem langen Haken, den Wirbel und das Fall runter zu ziehen. Was gut funktionierte, bis der Wirbel auf halber Strecke stecken blieb, weil das Aluprofil eine Delle hat...

Dann war Einfallsreichtum gefragt:

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Nun, wir haben dann die Fock letztendlich hochbekommen und eingerollt. Daher auch an dieser Stelle der dringende Hinweis: Das Fockfall (blau, dick) darf auf KEINEN Fall gelöst werden.

Das Schiff liegt jetzt neben dem Motorboot und kann gesegelt werden. Bitte seid am Anfang vorsichtig, da wir es heute nicht mehr zur Probe gesegelt haben, und es sein kann, dass vielleicht doch an irgendeiner Stelle "was" fehlt.

Der Vorstand wartet auch auf Namensvorschläge eurerseits, damit wir das Boot bald taufen können.

Weitere Bilder findet ihr in der Galerie.

 

Midsummersail 2022

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

Midsummersail 2022

 

Die Eckdaten des Midsummersail: eine Regatta, bei der man vom südlichsten Punkt der Ostsee zum nördlichsten Punkt der Ostsee segelt. Die kürzeste Entfernung beträgt etwa 900 Seemeilen (ca. 1670km).
Der Start war in Wismar (Deutschland) zwischen der Seebrücke und dem gegenüberliegenden Pfahl. Von einer alten Kogge wird das Startsignal mit einem Kanonenschuss gegeben. Das Ziel ist die nördlichste Tonne der Ostsee in Töre (Schweden), bei der das Tonnenfoto obligatorisch ist. Das ist etwa 70 km vom Polarkreis entfernt.Die Gatica war mit 3 Personen besetzt:

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Jörg, Mirco und Jan Beyer vom Yachtclub Mittelrhein.

Wir sind mit einem sehr guten Start über die Linie gegangen, auf Grund unserer Bootsgröße wurden wir von einigen Booten unserer Startgruppe nach ein paar Stunden eingeholt. Nach der Startkreuz, um aus der Wismarer Bucht herauszukommen, ging das erste Mal der Spi hoch. Den haben wir fast die ganzen 6 Tage oben gelassen. nur bei Wind über 22kn oder bei drehenden Winden in einigen Flauten haben wir ihn bergen müssen. Nach einigen Tagen mussten wir auch die Spischoten kürzen, da sie anfingen am Spibaumbeschlag durchzuscheuern.

Ein Windpark im Bau machte uns auf dem ersten Raumwindkurs ein Strich durch unsere Kursplanung, vor Rügen mussten wir den nicht in der Karte angegebenen Neubauwindpark umfahren, nachdem ein anderes Boot und wir freundlich von einem Wachboot des Windparks abgefangen wurden.
Nach dem kleinen Umweg ging es wieder auf Kurs Bornholm. Auf Höhe von Bornholm bekamen wir dann Besuch von einem Aufklärungsflugzeug der dänischen Marine. Sie flogen eine Schleife um uns waren dann auch schon wieder weg. Es ging weiter Richtung Gotland. Hier mussten wir die Entscheidung treffen, Gotland östlich oder westlich zu passieren. Die Windvorhersage kündigte eine leichte Flaute nördlich von Gotland an. Wir hatten den Plan östlich zu passieren und hoffentlich den Anderen gegenüber, wenn sie die Flaute abbekommen, einige Meilen gut zu machen. Am Folgetag könnten wir sehen, dass unser Plan aufgegangen ist. Wir konnten wieder bei den großen und schnelleren Schiffen unserer Startgruppe mitspielen und hatten auch einige Trimarane hinter uns.
Auf dem weiteren Kurs in Richtung Åland-Inseln, passierten uns zwei Kampfjets im Tiefflug auf Höhe von Gotland. Zur Abwechslung des Wellenrauschens mal etwas Turbinendröhnen.

Nach passieren der Åland-Inseln war unser nächster Zielpunkt zwischen Umeå (Schweden) und Vaasa (Finnland), also nur noch ca. 150 nm als Tagesziel.

Und schon war die letzte Etappe in Sicht. Auf nach Töre! Wo die nördlichste Tonne der Ostsee liegt. Dort erwartete uns etwas weniger Wind und eine kleine navigatorische Aufgabe. Eine Abkürzung durch die Schären sorgte nochmals dafür, dass wir einige Schiffe abhängen konnten. Nach dem die engsten und flachsten Stellen passiert waren, ging es Vorwind mit Spi auf die Ziellinie zur Tonne.

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In 6 Tagen, 4 Stunden und 11 Minuten konnten wir die Tonne passieren. Nach dem obligatorischen Anlegen an der Tonne mit dem Crew-Foto ging es erst einmal ins Päckchen zu den anderen Teilnehmern.

Obwohl wir ca. 70km vom Polarkreis entfernt waren, hatten wir mit sonnigem Wetter eine Wassertemperatur von knapp über 20°C, wir zögerten nicht lang und gingen erst mal eine Runde schwimmen.

Leider wurden die Boote nicht gegeneinander verrechnet. Da um uns rum nur größere und schnellere Schiffe waren, haben wir exemplarisch einige mit deren Yardstikwert uns gegenüber eingeordnet. Wir waren nach berechneter Zeit vor denen!

Neben den traumhaften Segelbedingungen waren die Sonnenuntergänge und kurz darauf folgenden Sonnenaufgänge am beeindruckendsten. Es gab eine tolle Dämmerung mit rotem Himmel. Da wir zu dritt unterwegs waren, waren eigentlich 4 Stundenwachen geplant.Iin der Praxis hat der gesteuert, der Lust hatte und nachts haben wir festgelegt, wer geweckt wird, wenn einer nicht mehr konnte. Das hat ausgesprochen gut geklappt.

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Die Regatta findet 2023 wieder statt. Infos unter: www.midsummersail.com

Weitere Bilder findet ihr hier.

Mirco, Jörg und Jan

RS 500 bei North Sea Regatta in Scheveningen

Geschrieben von Mirco und Jacob am .

Die North Sea Regatta fand vom 4.-6. Juni in Scheveningen statt. Wir (Mirco und Jacob) waren als einziges deutsches Boot bei den RS500 gemeldet. Nach einer turbulenten Anreise und dem Check-In im Regattabüro konnten wir unseren Platz für den Camper direkt neben Strom- und Wasserstelle auf dem Clubgelände beziehen. Am ersten Regattatag fing es für uns direkt mit „learning by doing“ an. Es waren 16-20 kts Wind und 1 m Welle aus Nord angesagt. Für uns hieß das erstmal, mit den Wellen klarzukommen. Nach einer Stunde Raumwind segeln zum Startschiff und den ersten Versuchen mit Gennaker waren wir glücklich, trocken am Startschiff angekommen zu sein. Aus den geplanten 3 Wettfahrten am ersten Tag wurden 4, die Bedingungen waren Top, konstanter Wind, Welle zum Surfen und viel Spaß an Bord.

Am nächsten Tag war der Wind sehr bescheiden angekündigt. Wenig Wind drehte um 180° bis zum Mittag und Welle weiterhin aus Nord. Nachdem wir irgendwie zur Startlinie geeiert sind und nach einer weiteren Stunde Startverschiebung gab es endlich noch ein Ankündigungssignal. Wir hatten stark mit den Bedingungen zu kämpfen und es lief etwas schlechter als am Vortag. Nach vier Wettfahrten ging es dann bei Flaute und 4 kmh Gegenstrom im Schlepp zurück in den Hafen.

Am letzten Regattatag pfiff der Wind schon in der Nacht so stark, dass die Fallen bei den Nacras um uns herum auf dem eigentlich sehr geschützten Clubgelände die Nacht durch laut klapperten. Am Morgen haben wir entschieden, die Lage an der Mole zu checken und wurden von den brechenden Wellen ziemlich nass. Wir entschieden uns, unter diesen Bedingungen nicht rauszufahren. Wie sich ca. 1h später herausstellte, hat auch die Regattaleitung für alle Jollenklassen dieselbe Entscheidung getroffen. Am Ende waren wir 16. von 21. Schiffen.

Es war ein sehr lehrreiches Wochenende für das Segeln mit Welle.

 

Meine erste Regatta in Deutschland

Geschrieben von Lev Lepeshov am .

Optipussi am Baldeneysee, Opti-B-Regatta am 25. und 26.6.2022

Ich freute mich auf diesen Tag und machte mir natürlich Sorgen.
Die Regatta dauerte zwei Tage, am ersten Tag gab es 3 Rennen und am zweiten zwei.

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Am ersten Tag hatte ich gute Starts, nur einmal bin ich gescheitert und hatte einen Frühstart.

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Mein Opti ist die "Little Elodea" mit der Segelnummer 13124.

Während ich mich um 360 Grad drehte, segelte die Flotte weiter und ich kam nur als Neunter ins Ziel. Im ersten und dritten Rennen zeigte ich mein bestes Ergebnis mit einem 3. und 2. Platz von 20 Booten und war zufrieden.
Es war für mich etwas ungewohnt, den Wind zu beobachten – in Ufernähe herrschte Windstille und in der Mitte des Sees Wind, was in meiner Stadt am Dnjepr eher selten vorkommt.
Ich habe insgesamt den dritten Platz belegt und bin sehr stolz darauf. Nach der Regatta habe ich mit meiner Trainerin in der Ukraine gesprochen und auch sie war sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

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Vielen Dank an Jörg und den Segelclub Hattingen für die Möglichkeit, an dieser Regatta teilnehmen zu dürfen.

Lev Lepeshov, 9 Jahre

Update Midsummersail, Zieleinlauf

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

Zieleinlauf der Gatica

Nach genau 919 geseglten Seemeilen in 6 Tagen und 4,5 Stunden ist die Gatica im Ziel bei Töre (Schweden), dem nördlichsten Punkt der Ostsee eingelaufen.

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Die glückliche Crew (von links): Jan Beyer, Mirco Gantenberg, Skipper Jörg Friedlein

Enzian-Pokal am Staffelsee

Geschrieben von Katja Babik am .

Am Mittwoch vor Fronleichnam haben wir endlich geheiratet. Das Wochenende wollten wir dann mit der Familie verbringen, welche aber leider am Donnerstag schon wieder abreisen musste. Daraufhin hatten wir überlegt an die Sorpe zu fahren. Leider gab es dort aber nur insgesamt drei Meldungen, was wir sehr schade finden. Etwas anderes hatten wir nicht geplant, an der Küste auch keinen Stellplatz gebucht und haben uns spontan dazu entschieden die deutliche weitere Reise (manch einer sprach von der Hochzeitsreise) an den Staffelsee anzutreten. Dort gab es immerhin 15 Meldungen, letztlich 14 Starter, da Juppi krankheitsbedingt absagen musste. An dieser Stelle wünschen wir dir, lieber Juppi, nochmal schnelle Genesung.

Bei unserer Anreise am Freitag Mittag begrüßten uns die Sonne, ein warmer See, Wind und der Flottenchef Wolfgang. Wir bauten auf unser Boot auf, kranten ein und haben den See und seine sieben Inseln erkundet; im Hintergrund immer die Alpen. Traumhaft!

An Land bereiteten die vielen Einheimischen schon ihre Boote vor, viele folgten uns auch noch aufs Wasser, bevor es am Abend vom Flottenchef persönlich gekochte Bolognese nebst Freibier für die Frühangereisten gab. Wir steuerten zum Anstoßen auf unsere Hochzeit Sekt bei. In der Dämmerung zündete Martin das Lagerfeuer an und die Musikboxen wurden rausgeholt. Ein schöner Abend.

Samstag war erstmal warten und baden angesagt. Am späteren Nachmittag beschloss unsere Wettfahrtleiterin Eva, einen Startversuch zu wagen. Die Bedingungen dafür sahen gut aus, bis wir allesamt an der Startlinie ankamen. Dann war kein Wind mehr da und wir konnten nur noch schwitzen. Da es zu warum war, wurde weiter im Hafen gewartet. Während des Wartens segelten wir noch eine Runde mit unseren Neffen und Nichte. Zurück an Land, war wieder baden und warten angesagt. Gegen 18:00h ging es dann doch nochmal an den Start. Alle waren zügig am Startschiff, welches uns auch nicht lange warten ließ und für die eine Wettfahrt auf die Reise schickte. Herbert und Elisabeth waren uneinholbar vorne, vor Heini Bösl und Alexander Saller, gefolgt von Wolfgang Schwill mit Michi Jung mit ein bisschen Abstand zu uns. Auch nach hinten war eine kleine Lücke am letzten Luvfass entstanden, so dass wir unseren häufig erkämpften Platz auch hier mal wieder verteidigen und diesen Bericht hier schreiben konnten.

Abends gab es leckeres vom Grill, Nachtisch, Lagerfeuer. Die Hitze hatte aber alle ziemlich geschafft, so dass der Abend deutlich früher endete als der Freitag Abend. Sonntag Morgen war für Frühstück gesorgt. Wind war erstmal nicht zu erwarten. Stattdessen folgte eine Yoga-Einheit mit Martin. Danach war das Wasser wieder hoch im Kurs, auch wenn es bei weit über 30 Grad Außentemperatur gar nicht die erhoffte Abkühlung brachte. Um 14:00h wurde die Regatta beendet und die Siegerehrung folgte noch. Es gab Preise für alle Teilnehmer.

Wir möchten uns nochmal für die liebevolle Begrüßung und Beherbergung der Mitglieder des Segelclubs am Staffelsee bedanken. Wir haben uns einfach nur wohlgefühlt! Ihr habt das für uns zu einem ganz tollen Wochenende gemacht.

Natürlich möchten wir uns auch für die Glückwünsche und das Präsent der Klassenvereinigung anlässlich unserer Hochzeit, welches uns im Rahmen der Begrüßung zur Regatta durch Herbert übergeben wurde, herzlich bedanken.

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Wir hoffen möglichst viele von euch, auf den nächsten Regatten wiederzusehen.

Viele Grüße

Oliver und Katja Babik

Prüfung bestanden, Teil 1

Geschrieben von Vorstand am .

Am 25.6. hat der erste Teil unserer Prüflinge ihre SBF See und Binnen-Prüfungsteile erfolgreich bestanden:

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von links:

Andreas Hügelmann, SBF See (hat schon Binnen), Marcel Rödiger, Mattis Bunkowski, Sascha Wambach und Lior Krause, alle SBF See und Binnen.

Euch allen herzlichen Glückwunsch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Außerdem herzlichen Dank an Rüdiger und sein Ausbildungsteam!

Lev Lepeshov: meine Geschichte

Geschrieben von Lev Lepeshov am .

Ich heiße Lev Lepeshov.
Ich bin 9 Jahre alt. Meine Heimat ist die Ukraine, meine Heimatstadt ist Dnipro. Es ist eine große Stadt am Ufer des Dnipro. Der Fluss Dnipro ist sehr groß und lang. Er fließt durch die ganze Ukraine und mündet ins Schwarze Meer.
In meiner Heimatstadt befinden sich drei Segelschulen. Ich will über meinen Coach erzählen. Sie heißt Natalia Azgerej. Das Segeln ist ihre Leidenschaft. Sie hat schon viele berühmte Segler trainiert.
Es gibt auch einen Segelclub für erwachsene Segler. Diesen Club hat der Olympiasieger im 470er, Igor Matvienko, gegründet. Er ist mein großes Vorbild.
Letztes Jahr habe ich das erste Mal an einer Regatta teilgenommen. Die Wettbewerbe fanden in Mariupol, Mykolajiw und Kiew statt.

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Das ist die Marina meines Vereins in Mariupol vor dem Krieg.
Dieses Jahr segelte ich vor dem Krieg in Spanien in Torrevieja. Das war meine erste Bekanntschaft mit internationalen Regatten.

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Auf dem Bild bin ich der 2. von links.

Wegen des Krieges konnte ich nicht an der OptiOrange in Valencia teilnehmen. Aber unterwegs aus der Ukraine nach Deutschland segelte ich in Garda. Dort traf ich das ukrainische Optiteam wieder und nahm an der Regatta teil. Mein Opti hat die Segelnummer 45.

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Ich habe zum ersten Mal an einem Ort so viele Segler (ca. 500) auf einmal gesehen. In meiner Altersgruppe gab es 28 Segler. Ich belegte den 12.Platz. Am letzten Tag war so starker Wind, dass ich gekentert bin.
Ich segle sehr gerne, ich liebe die Ukraine. Am meisten vermisse ich Papa und unsere Katze.
Lev Lepeshov, 9 Jahre

(Anmerkung Vorstand: Im Moment segelt Lev in unserer Optigruppe mit und nimmt am 25./26.6. an einer Opti-B-Regatta auf dem Baldeneysee teil.)

 

 

Ankündigung Midsummersail

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

Der Segel-Club Hattingen nimmt dieses Jahr mit einer Yacht an der streckenmäßig längsten Ostseeregatta teil.

Jörg Friedlein, Jan Beyer und Mirco Gantenberg werden mit der Gatica (Start-Nr. 74) am 21. Juni in Wismar, dem südlichsten Hafen der Ostsee, starten und hoffentlich nach 8-9 Tagen am nördlichsten Hafen der Ostsee, im schwedischen Töre ankommen. Die Strecke beträgt von Hafen zu Hafen netto ca. 900 Seemeilen.

Weitere Infos unter www.midsummersail.com

Ergebnis des Stadtradelns

Geschrieben von Annette Diehl am .

Der SC Hattingen hat es mit 16 aktiven Radlern und insgesamt 2.682 geradelten Kilometern auf den 9. Platz von 35 in der Gruppe der teilnehmenden Vereine geschafft!

In einem Rutsch von Vlieland nach Cuxhafen...

Geschrieben von Dietrich Werner am .

Überführungstörn mit der ‚Gatica‘ von Schokkerhaven nach Rendsburg
vom 25.05. – 29.05.22

An Bord: Jörg Friedlein, Jan Friedlein, Günter Krause, Dietrich Werner

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Ankunft und Einladen abends, ca. 21.30h in Schokkerhaven.
Am 26.05. morgens Abfahrt bei Westwind 4 – zuerst gegenan bis zur Ketelbrug.
Durchfahrt ca. 12.30h.
Auffrischender Wind West bis Südwest, 25-30kn.

In Stavoren tanken, Matjes kaufen (und genießen). Ich allein 4 Stück….
Weiterfahrt bis Kornverderzand – schleusen und ins Fahrwasser bis Harlingen unter Groß mit 2 Reffs und Selbstwendefock..
Wind bis 33kn.
Für’s Fahrwasser Pollendam vor Harlingen war es wegen der Gezeitenlage noch zu früh, der Strom sollte erst in 2 Std. mitlaufen.
Nach einem Versuch, wieder zurück nach Harlingen – kurzer Aufenthalt –
2. Versuch.
Auslaufen ins Fahrwasser Pollendam, Groß mit 2 Reffs und Maschine.

Nach dem Pollendam-Fahrwasser knickt das ‚Blauwe Slenk‘ erst nach Norden ab – gut segelbar für ca. 2 sm – ab dann aber genau nach Westen, ca. 3 sm.
Dauerte etwas mehr als 1 Std., bis wir durch das Pannengat in den Vliestrom immer mehr Richtung Norden abfallen konnten.
In Lee an der Sandbank Richel vorbei in den Stortemelk kreuzten wir leewärts von Vlieland auf das Fahrwasser Ostvlieland zu und schließlich, als es nur noch gegenan ging (Wind und Strom) unter Maschine in den Hafen Ostvlieland.
Man musste deutlich vorhalten, um bei dem bestehenden Strom, quer zur Hafeneinfahrt, in den Hafen zu manövrieren.

Bis in den Hafen Ostvlieland hatten wir Windstärken zwischen 25 und 33 kn aus West. Im Hafen war es natürlich handiger.

Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, sind wir von der Ostspitze Vlielands zur Nordküste gelaufen, um uns die Situation der Ausfahrt in die Nordsee von den Dünen aus anzuschauen.
An der Kimm war die Brandung an den Bänken vor Terschelling zu beobachten, die ein gutes Stück von Vlieland abdecken.
Nach dem Gezeitenkalender wollten wir mit dem letzten ablaufenden Wasser ca. Mittag los und gegen den unverändert starken Westwind ankreuzen, bis wir an den Gronden van Stortemelk und den Westergronden vorbei wären, wo wir nach Norden und schließlich nach Westen abfallen könnten.
Und so wurde es auch gemacht.

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Nach 3 Std. Gegenan-Quälerei konnten wir endlich abfallen und unter 2-fach gerefftem Groß und 1/3 ausgerollter Fock zwischen 8 und 9 kn segeln.
Die Spitzengeschwindigkeit erreichte Jörg nachts mit 17,4kn im Surf die etwa 3-4m hohen Wellen hinab.
So brachten wir in einem Rutsch einen Teil von Vlieland – Terschelling-Ameland-Rottum-Borkum-Juist-Norderney-Baltrum-Langeoog-Spiekeroog-Wangerooge-die Sände vor Jade und Weser, sowie Scharhörn an der Elbeeinfahrt und die Elbe bis Cuxhaven hinter uns.
Der meiste Wind blies nachts, während Jörg steuerte, mit über 45kn.

In Cuxhaven liefen wir in ein Werkshafenbecken ein, um die Segel zu bergen und sind dann weiter unter Maschine um die Ecke in einen kleinen Yachthafen.
Warm werden und Ausruhen waren angesagt!
Mittags musterte Günter wegen privater Verpflichtungen ab und wir übrigen 3 fuhren die Elbe aufwärts nach Brunsbüttel weiter.
Der Wind blies immer noch aus West zwischen 35-40kn.

Samstagabend bei Brunsbüttel wehte schließlich nur noch ein laues Lüftchen.
30 Minuten Warten vor der kleinen Schleuse, durch und hinter der Schleuse im Yachthafen festgemacht.
Abendbrot – Ausruhen!

Am letzten Morgen 08.00h ausgelaufen, den Kanal entlang unter Maschine, kaum Wind.
An einem kleinen Nebenkanal, an einer weiteren Schleuse, trafen wir uns mit netten Bekannten von Jörg.
Trotzdem ging’s weiter bis Rendsburg und nach ausgiebigem Klarieren sind wir noch zum Grillen bei Jörgs Bekannten eingeladen gewesen.
Ein sehr nettes Zusammentreffen.

Schließlich traten wir die Rückfahrt nach Bochum mit der Deutschen Bahn an – die uns noch einige unangekündigte Fahrplanänderungen erleben ließ.
Auch ein Abenteuer…

Letztendlich Ankunft in Bochum um 00.04h, wo wir von Andrea abgeholt wurden.
Herzlichen Dank!

Ein aufregender Törn, der mit sehr gut gefallen hat.

Dietrich Werner

Festmachen der Boote, bitte dringend beachten!

Geschrieben von Der Vorstand am .

Liebe Mitglieder,

mit den neuen, sehr schönen Stegen hat sich etwas verändert: Die Boote müssen anders fest gemacht werden!

Wir müssen darauf achten, dass wir eine Vorspring setzen (rot, seitlich)!

Diese Leine geht vom Ende des Stegauslegers an den Bug des Schiffes und verhindert, dass das Schiff gegen den Steg treibt.

Festmacher 

 Achtet bitte darauf, dass die Schiffe gut befestig sind.

- vorne eine durchgängige Leine mit Karabiner
- hinten eine Leine die auf der Klampe belegt wird
- eine Spring, die vorne auf der Klampe belegt wird

Leider sind die Schiffe in letzter Zeit häufig anders vorgefunden worden.

Es ist dadurch schon zu Schäden gekommen, welche viel Zeit kosten, zu beheben und vor allem ganz einfach vermeidbar wären.

Schaden Bug

 

Vielen Dank!!!

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