Hattinger Segler bei 505 WM vor Gdynia

Geschrieben von Arne Wittemer am .

Vom 22.06 bis zum 27.06 fand auf Danziger Bucht vor der polnischen Segelhochburg Gdynia die 505er Weltmeisterschaft 2018 statt. Es waren 127 Teams aus 14 Nationen und von 4 Kontinenten angereist. Mit dabei waren Peter Kruse und Arne Wittemer vom Segelclub Hattingen Die Boote standen in der Marina im Herzen der Stadt, zwischen Strand und Riesenrad, und die Segler wurden mit einer Eröffnungsfeier vor dem historischen Zerstörerer „ORP Blyskawica“ begrüßt.
Nachdem am erstem Tag zwei Rennen bei mittleren Wind gesegelt werden konnten ließ der Wind an den folgenden Tagen nach. Zu diesem Zeitpunkt lag das Hattinger Team Kruse/Wittemer auf Platz 49. An der Spitze zeichnet sich bereits das Duell zwischen dem Titelverteidiger Mike Holt/ Rob Woelfel (USA) und dem deutschen Team aus Lutz Stengel/Holger Jess ab.
Weder am Montag noch am Dienstag waren die Bedingungen so, dass ein faires Rennen mit 127 Schiffen zu segeln gewesen wäre. So war das einzige gesegelte Rennen der beiden Tage das „Night Race“, ein Show Rennen, das während der Midway-Party öffentlichkeitswirksam mit Start und Ziel an Land ausgetragen wurden. Dazu wurden die Boote der U25 Teams mit LED-Leisten präpariert und ein kurzer Kurs direkt vor dem Strand ausgelegt.
Da nach drei Tagen nun die Gefahr bestand nicht die erforderlichen 4 Rennen zustande zu bekommen entschied die Wettfahrtleitung den für Mittwoch vorgesehenen „Lay-Day“ ausfallen zu lassen und die Segler wieder aufs Wasser zu schicken.
Die Bedingungen am Mittwoch waren gut segelbar und es wurden 3 Rennen bei leichten Winden gesegelt. Für das Team aus Hattingen lief der Tag etwas weniger erfolgreich und sie fielen auf Platz 54 zurück. Für das Deutsche Spitzenteam Stengel/Jess lief der Tag hingegen überaus erfolgreich und sie schafften es die Gesamtführung von den Amerikanern zu übernehmen.
Der Donnerstag hielt ähnlich gute Bedingungen wie der Vortag für die Segler bereit und es wurden erneut drei Rennen gesegelt. Kruse/Wittemer hatten zwei mal Pech beim Start. Nachdem sie beim ersten Start nur schlecht aus einem großen Pulk heraus starten konnten verhakte sich beim zweiten Start ein polnisches Team mit der Baumnock in der Luv Want der beiden und zwang sie unmittelbar vorm Start zum Wenden, um den Bruch der Want und damit den Mastverlust zu vermeiden. Dass das polnische Team kein Wegerecht hatte und kringeln musste war dabei nur ein schwacher Trost. Im dritten Lauf starteten die beiden sehr früh beim Pfadfinderstart und konnten den größten Teil der Startkreuz mit freiem Wind segeln. Der gute Start zahlte ich aus und sie landeten im insgesamt 7. Rennen auf Platz 33. Die beiden schlechten Läufe zuvor rächten sich jedoch, und die beiden rutschten auf Platz 59 ab. Derweil gelang an der Spitze den beiden deutschen die Sensation. Mit den Plätzen 1, 5, 1 hatten Lutz Stengel und Holger Jess ihren Vorsprung weit genug ausgebaut, und waren bereits einen Tag vor Ende der Weltmeisterschaft sicher Weltmeister.
Während die frisch gebackenen Weltmeister die letzten beiden Läufe am Freitag nicht mehr mitsegeln mussten, ging es für den Rest des Feldes noch einmal um alles. Nachdem der Wind während des ersten Rennes nahezu komplett einzuschlafen drohte, frischte er wieder deutlich auf über 12 Knoten auf. An den Top Positionen gelang es Holt/Woelfel den zweiten Platz sicher zu verteidigen. Und das Junge Deutsche Team Hofmann/Brockerhoff gelang mit den Plätzen 1 und 5 noch der Sprung aufs Treppchen, vor den Briten Batchelor/Pascoe und den Franzosen Boite/Fountaine. Peter Kruse und Arne Wittemer gelang es auch sich noch einmal um ein paar Plätze zu verbessern und sie landeten auf Platz 55.
Die WM schloss mit einer großen Siegerehrung und Party in der BrowarPort Brauerei, nur wenige Meter von der Marina entfernt direkt am Strand

Infos zur Vereinsmeisterschaft 2018

Geschrieben von Vorstand am .

img 2063 20160821 1804154374
Liebe Segler,

der Fußballweltmeister steht fest, das Runde ist im Eckigen. Aber wir müssen noch! Lasst uns das lieber auf dem Wasser austragen... bei der Vereinsmeisterschaft im Jollensegeln im Hafenbecken des Kemnader See.

Der Termin steht: 1. Start: Samstag, 1. September um 10 Uhr

Robert Dedden hat sich bereit erklärt, die Vereinsmeisterschaft zu organisieren. Bestimmt freut er sich über eure Unterstützung am Grill oder bei der Wettfahrtleitung. Auf jeden Fall werden Freiwillige benötigt, die ab 9 Uhr die beiden Hangards regattaklar machen und zum Optisteg bringen! Wer sich schon anmelden möchte, meldet sich bei Robert bitte bis zum 29. August per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!an, damit er besser planen kann. Nachmeldungen werden aber auch am Tag der Vereinsmeisterschaft noch angenommen. Für die Teilnahme sind keine Regattaerfahrungen erforderlich!!! Wer ohne festen Segelpartner kommt, egal: Teams werden vor Ort gebildet!

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer, und einen schönen Segeltag mit euch allen!

Prüfung und Ferienspass

Geschrieben von Annette Diehl am .

Ein ereignisreicher Tag für den SC Hattingen...

Heute morgen um 9 Uhr sind 5 Kandidaten angetreten, um ihre verschiedenen Teilprüfungen SBF Binnen und/oder See zu absolvieren...

 img 2533 20180804 1800387747

Michael Heise, Hanna Syring, Fritz von Mulert und Charlotte Diehl haben ihre letzte Teilprüfung des SBF See und/oder Binnen bestanden, Stephanie Grädig hat ihre Theorie-Prüfung Binnen bestanden. Herzlichen Glückwunsch an alle!

Danach haben Daniel und Udo Scheer sowie Annette Diehl mit Hilfe von Charlotte Diehl und Anna und Jan Friedlein noch das Schnuppersegeln im Rahmen des Ferienspaß der Stadt Hattingen durchgeführt. Nach einer kleinen Vorstellung eines Optis haben wir die 7 angemeldeten Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren bei schönem Segelwetter auf den beiden Hangards über den See geschippert. Fotos dazu finden sich in der Galerie.

Bericht zur Travemünder Woche 2018

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

SiegerehrungSegeln bei bestem Wind und Wetter in Shorts und T-Shirt und das auch noch erfolgreich.

Das war die Travemünder Woche 2018 für uns im Kielzugvogel. Vier Tage lang wurden täglich 2 Läufe gesegelt, die wir alle bis auf einen gewinnen konnten. Während es an Land mitunter sehr heiß war, bot das Segeln bei drei bis vier Windstärken auf der 22 °C warmen Ostsee eine willkommene Erfrischung. Den letzten Lauf mussten wir nicht mehr mitsegeln, sondern konnten noch der Junior Champions League zusehen.

Der Segel-Club Hattingen war auch noch mit den Vorschotern Mirco und Sabine auf 2 weiteren Booten vertreten.

GER 200 - Jörg Friedlein / Oliver Babik

GER200-Kreuz   Travemuender-Woche-2018-kielzugvogel-GER200

Termin Vereinsmeisterschaft 2018

Geschrieben von Vorstand am .

img 2063 20160821 1804154374
Liebe Segler,

der Fußballweltmeister steht fest, das Runde ist im Eckigen. Aber wir müssen noch! Lasst uns das lieber auf dem Wasser austragen... bei der Vereinsmeisterschaft im Jollensegeln im Hafenbecken des Kemnader See. Bitte merkt euch Samstag, den 1. September in eurem Kalender vor. Weitere Informationen folgen. Robert Dedden hat sich bereit erklärt die Vereinsmeisterschaft zu organisieren. Bestimmt freut er sich über eure Unterstützung am Grill oder bei der Wettfahrtleitung. Meldet euch am besten per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Efsix wartet auf euch an der Bever

Geschrieben von Annette Diehl am .

beverAb sofort liegen zwei "Schlüsselmäppchen" mit dem Schlüssel und der Benutzerkarte für die Benutzung der Efsix an der Bever in unserem Schapp am See. Weitere Infos zur Nutzung und die Adresse findet ihr bei der Bootsreservierung. Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne an unseren Bootswart Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an mich (vorsitz@segelclDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Viel Spaß an der Bever!

Kieler am Steinhuder Meer

Geschrieben von Oliver Babik am .

kieler idm 20180705 1306984273

In der letzten Juniwoche gab es zwei Kielzugvogelregatten am Steinhuder Meer, das Steinhuder Halbmodell und anschließend die Internationale Deutsche Meisterschaft.

Einen schönen Bericht vom Steinhuder Halbmodell hat Anna bereits veröffentlicht.

Zur Meisterschaft gingen vier SCH Mitglieder an den Start. Sabine segelte mit Wilhelm Schmidt (EWCR), Mirco mit Wolfgang Brüning (WRK) und Marco und ich auf der ELODEA. Nach der Vermessung am Montag und Dienstag begann dann am Dienstag die Meisterschaft mit einer Eröffnungsfeier. Der seglerische Teil begann dann jedoch wie auch in den folgenden Tagen mit einer Startverschiebung, da das „Meer“ still ruhte. Pünktlich um 11 Uhr setzte dann jedoch jeden Tag ein kräftiger Ostwind ein. Genug um schöne Wettfahrten zu segeln und mit zwei Leuten zu hängen. Der stark drehende Wind stellte für uns schwierige Bedingungen, jedoch hatten wir es am zweiten Tag verstanden und konnten eine Wettfahrt gewinnen! Am nächsten Tag kam der Wind wieder aus einer anderen Richtung und wir mussten leider neu lernen. Zum Abschluß hatten wir am letzten Tag dann nochmal richtig viel Wind, Sonne und Warm. Bei tollen Bedingungen konnten wir schließlich nochmal um die Gesamtplatzierung kämpfen. Insgesamt sind wir auf Platz 9 von 24 Teilnehmern gelandet und sind damit zufrieden und glücklich über die schöne Segelwoche. Sabine und Wilhelm landeten auf Platz 14, Mirco und Wolfgang auf Platz 15.

Die Clubs haben sich bei der Ausrichtung sehr viel Mühe gegeben und neben einer perfekten Sportveranstaltung auch ein schönes Rahmenprogramm organisiert. Highlight war aus meiner Sicht ein Ausflug mit den „Auswanderern“ auf die Insel Wilhelmstein, einer künstlichen Insel mitten im Steinhuder mehr. Der Sonnenuntergang schuf dabei eine besonders schone Sommerabend-Atmosphäre. Danke an alle die diese schöne Meisterschaft ermöglicht haben.

Grachtentour Amsterdam

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

Am SCH Ausflug nach Ansterdam haben 13 Personen teilgenommen, unterwegs waren wir mit 2 Motorbooten. Um 9 Uhr haben wir uns am See getroffen und sind mit 3 Autos zu einer Slipanlage im Norden von Amsterdam gefahren. Von dort aus ging es nach Querung des Nordseekanals mehrere Stunden durch die Grachten, an denen wir zwischendurch auch Picknick am Park machten. Aufgrund des guten Wetters konnten wir sogar eine Badepause im Markermeer einlegen, wo wir einfach geankert und uns abgekühlt haben. Die Rückfahrt zur Slipanlage ging wieder durch die Grachten der Innenstadt, wo wir auch noch von der Polizei kontrolliert wurden. Mit den vielen Leuten an Bord sahen wir wohl aus wie ein Flüchtlingsschiff, was die Polizei neugierig gemacht hat. Nach kurzer Kontrolle und nettem Gespräch durften wir weiterfahren. Gegen 22.30 Uhr waren wir wieder zurück am Kemnader See und hatten einen tollen Tag hinter uns.

3f94e832 9d21 4e39 a072 a228469426b1 20180703 2054726865

 

Boots-Check und Prüfung Teil 2

Geschrieben von Annette Diehl am .

Bei fantastischem Wetter (viel zu schade zum Putzen...) haben einige fleißige Mitglieder unter Rolfs Anleitung tatkräftig die Hangards, die Efsix, das Motorboot und den Schwertzugvogel aus dem Wasser gehoben, gereinigt und poliert. Ein Teil der Jugendboote (Jugendliche, wo wart ihr...???) wurden ebenfalls gesäubert. Und zwar neben Anna von unseren Prüflingen Charlotte, Jonatan und Angela, die heute ihre praktische Segelprüfung bestanden und damit auch ihren SBF Binnen Schein komplettiert haben. Herzlichen Glückwunsch, das war eine saubere Leistung!!! Kommentar des Prüfers auf die Frage nach dem Ergebnis: "Natürlich, die können ja segeln..."

IMG_2328

bei der Arbeit...:

IMG_2335

Morgen wird die Efsix von Rolf (an dieser Stelle vielen Dank!!!) an die Bever gebracht und ist dann wieder bis Okober für alle verfügbar. Die Schlüssel liegen im Schrank, bitte vergesst nicht, vorab im Internet zu reservieren und euch am See in die Liste einzutragen!

Viel Spaß!

Hier noch weitere Fotos von Daniel:

Bericht von der Kieler Woche (Teil 1)

Geschrieben von Peter Kruse am .

Am Freitag (15.06) fuhr das 505er Team Peter Kruse/Arne Wittemer vom Segelclub Hattingen nach Kiel um am Samstag den 16.06 im ersten teil der Kieler Woche zu starten.  Es hatten 36, zum Teil hochkarätige, Teams aus Deutschland, Frankreich, England, Polen, Dänemark und Australien gemeldet.  Am Samstag startete das Internationale Feld um kurz nach 13 Uhr bei ca 10-14 Knoten planmäßig zu seiner ersten Wettfahrt.  Nachdem der Großteil des Feldes die erste Bahnmarke gerundet hatte und sich unter Spinnaker auf dem Downwind befand setzte sehr starker Regen ein und die Sichtweite sank auf wenige Meter.  Zeitgleich nahm der Wind deutlich zu und drehte bis zu 100°.  Als der Regen sich legte war vor allem der hintere teil des Feldes weit vom Kurs abgekommen.  Der Wind legte sich nach dem Regen und das Rennen wurde abgebrochen.  Am Samstag kam keine weiter Wettfahrt mehr zustande. 
Für Sonntag sah der Wetterbericht vielversprechend aus und es wurden 4 Wettfahrten angesetzt.  Die 505er starteten wieder planmäßig nach den FD auf Bahn Delta, diesmal bei etwas frischeren Wind mit Böen um die 20 Knoten.  Peter Kruse und Arne Wittemer segelten konstant im Mittelfeld mit den Plätzen 20, 18, 17, 16 und landeten nach dem 1 Wettfahrttag auf dem 18 Platz.  Am Montag wurden erneut vier Wettfahrten gesegelt.  Auch wenn die einzelnen Wettfahrtergebnisse mit 20, 25, 18 etwas schlechter waren als am Vortag, konnte sich das Team vom Segel Club Hattingen in der Gesamtwertung auf den 17 Platz verbessern. 

Am letzten Wettkampftag waren noch einmal 3 Rennen angesetzt.  Bei zunehmenden Winden um die 16 Knoten Grundgeschwindigkeit bestritten Peter und Arne noch zwei von drei Rennen (Platz 17. und 21. ).  Um Material und Kräfte vor der in weniger als 4 Wochen stattfindenden Weltmeisterschaft zu schonen fuhren sie schon vorm letzten Rennen in den Hafen.  Insgesamt landeten das Hattinger Team nach 11 Wettfahrten auf dem 17 Platz.  Im zweiten Teil der Kieler Woche startet Arne Wittemer auch noch zusammen mit Holger Neuhaus vom Segelclub Hattingen in der J70 Klasse.

Bericht von der Niedersachsenmeisterschaft

Geschrieben von Anna Friedlein am .

Am 23 und 24.6. fand die Niedersachsenmeisterschaft auf dem Steinhudermeer statt. Auf Grund von sehr starkem Wind sind am Samstag von 11 gemeldeten Booten nur vier gestartet. Ich bin mit meinem Vater bis zur Startlinie gesegelt und dann wieder zurück da uns der Wind zu stark war. Am Sonntag war der Wind etwas schwächer und wir könnten noch zwei Wettfahrten Segeln. In der ersten Wettfahrt sind wir fünfter geworden und die zweite Wettfahrt haben wir gewonnen, mussten aber an der Siegerehrung feststellen, dass wir im zweiten Lauf als Frühstarter gewertet wurden. Damit konnten wir nur achter von zehn gestarteten Booten werden. Oliver und Katja sind insgesamt fünfter geworden und bleiben jetzt dort. Oliver und Marco segeln dort die Deutsche Meisterschaft.

Anna Friedlein

(Teil-)Prüfungen bestanden

Geschrieben von Annette Diehl am .

Gestern haben unsere Prüflinge folgendes bestanden:

Reiner Keller und Fritz von Mulert haben ihren SBF See geschafft und unsere Jugend hat die praktische Motorbootprüfung sowie den Theorieteil des SBF Binnen geschafft:

IMG 20180622 WA0001

Erleichtert nach der (Teil-)Prüfung: Jonatan Spohn, Charlotte Diehl, Angela Gantenberg und Hanna Syring.

Die nächsten Teile folgen am 30. Juni und 4. August...

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

Was lange währt – der Abschlusstörn der ehemaligen Optigruppe

Geschrieben von Bendix Wefelsiep am .

Was lange währt – der Abschlusstörn der ehemaligen Optigruppe

Endlich war es soweit: Der seit 2013 geplante Jugendtörn stand nun endlich vor der Tür. Nachdem Charlotte frisch ihren Autoführerschein bekommen hatte, durfte sie uns gleich mit dem VW-Bus von Jörg Richtung Schokkerhaven fahren, der Motor hat die 5000 Umdrehungen niemals vorher erreicht….Bis Jörg das Steuer kurz vor der Grenze wieder übernahm, verlief unsere Autofahrt somit mehr oder weniger turbulent. Trotzdem sind alle unbeschadet am Schokkerhaven angekommen. Gleich nach der Ankunft war sofort Eile angesagt, da die weit entfernte Ketel-Brücke sich in gerade mal einer Stunde zum letzten Mal öffnen sollte. Nachdem wir dann um halb neun die Brücke durchquerten, standen weitere Stunden Fahrt vor uns.

img 2183 20180612 1106731061

Dabei wurde nun auch schnell der Spi angeschlagen und gegen Mitternacht kamen wir dann am Fluchthafen vor Almere an. Hier tauchte dann das nächste Problem auf, denn in dem Hafen war gar kein Platz für uns, weswegen wir an einem verlassenen Frachtschiff anlegen mussten. Am nächsten Morgen fuhren wir dann mehr oder weniger verschlafen weiter Richtung Amsterdam. Davor lagen wir ankernd vor der Insel Pampus, wo wir erstmal die Wärme genossen und schwimmen gegangen sind. Während Anna, Charlotte, Jonatan, Annette, Johanna und Bendix ihren Spaß im Wasser hatten, fing Jörg sofort an, sein Boot von außen zu putzen, was allerding eher weniger spaßig schien. Anschließend fuhren wir weiter, wo wir am Nachmittag nach Polizei-Kontrolle im Amsterdamer Hafen der NDSM-Werft ankamen. Danach hatten wir reichlich Zeit, um uns für ein paar Stunden in der Innenstadt umzusehen. Hier begegnete uns ein totales Chaos von Menschen, Fahrrädern, Straßenbahnen, Bussen und Autos. Gegen Abend haben wir dann zwischen den überdurchschnittlich vielen Junggesellen-Abschieden und grenzwertigen Shops (Haschkekse haben wir dann doch nicht gekauft…) eine Pommesbude gefunden und uns dort den Bauch vollgeschlagen. Nach diesem Tag stand nun auch schon der Sonntag vor der Tür, für den die Heimfahrt zurück zum Schokkerhaven auf dem Programm stand. So wurden wir um halb 8 vom nicht gerade angenehm zu hörenden Motor geweckt. Nachdem wir die Schleuse, Brücke und die Kanaleinfahrt von Amsterdam hinter uns gelassen und ein lustiges Frühstück vor dem Hoek van Ij zu uns genommen hatten,

img 2203 20180612 1962773585

(Jonatan macht Rührei und alle schauen zu…)

img 2214 20180612 1493040312

ging es dann den kompletten Weg wieder zurück. Gegen Mittag machte Annette uns das legendäre “Gatica Spezial“ (Aufbackbrötchen mit Käse und Salami überbacken), um den Hunger zwischendurch zu stillen. Abwechselnd haben Bendix, Johanna und Jörg dann mal ein Nickerchen gemacht, während Anna, die sich mal “kurz für zwei Minuten Aufwärmen“ wollte, am längsten geschlafen hat.

Dies war aber eher der schlechteste Zeitpunkt für ein Nickerchen, da wir den ganzen Weg bei einer Windgeschwindigkeit von in Böen bis zu 23 Knoten kreuzen mussten.

img 2219 20180612 2064214044

Um kurz nach 18 Uhr kamen wir nach ca. 83 Seemeilen im Schokkerhaven an, wo unsere Aufgabe war, das Boot zu putzen und das Gepäck im Bus zu verstauen. Nachdem alles erledigt war, folgte die Rückfahrt, auf der noch mal der Schlafmangel ausgeglichen werden konnte, sowie das Abendessen bei McDonalds. Damit endete ein tolles Wochenende, welches uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleibt.

dbfaf228 11eb 4dc9 afa5 49d130be3f8a 20180612 1004082780

 

 

Ostseetörn auf der Hanse 400 „ELISE“

Geschrieben von Jacob Niewiarra am .

Oder: Warum man keiner Wind-App trauen darf….

Als zweite Crew des SC Hattingen für den Ostseetörn 2018 übernahmen wir am Freitag, 11.05. im Hafen Baltic Bay von Laboe unsere Hanse 400 „Elise“ für eine Woche Segelspaß. Wir, das waren Skipper Bernd Christen und die drei Crewmen Martin Schünemann, Ulrich Nathe und ich, Jacob Niewiarra.

1 20180525 1381477127Nachdem Proviant und persönliches Reisegepäck verstaut waren, machten wir uns daran, die Yacht kennen zu lernen, was auch einen Check des Segelmaterials beinhaltete. Nach einem guten Frühstück ging es dann gegen 10:30 Uhr aus der Marina in Richtung Fehmarn. Bei entspannten Ostwinden ging es die Kieler Förde hoch um später mit Kurs Ost gegen den Wind auf zu kreuzen. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns, denn wir hatten quasi die ganze Woche fast wolkenlosen Himmel und Sonnenschein.

Während eines Bilderbuch-Sonnenuntergangs kreuzten wir ostwärts in den Sund, vorbei unter der Brücke in die Martin Werft. Dort wurde nach Klarschiff machen der erste Anleger getrunken. Zusammen mit der Crew der „Luise“ wurde der Abend gemeinsam verbracht um den weiteren Törnverlauf zu besprechen.

Am nächsten morgen wurden wir vom Schlagen des Großfalls gegen den Mast geweckt. Ein Zeichen für mehr Wind. Leider stellte sich dieser Morgen als sehr diesig dar. Zeitweise war die Sicht schlechter als 500 Meter.

2 20180525 1070608735Nachdem sich die Nebelfelder etwas gelichtet hatten, ging es weiter Südostwärts denn das ausgemachte Ziel war gesteckt. Warnemünde sollte nun erreicht werden. Doch der über Nacht zugenommene Ostwind drückte das Wasser in den Fehmarn-Sund, so dass außerhalb der Marina eine nicht unerheblich starke Windsee auf uns wartete.

Entgegen den Angaben diverser Wind- und Wetterapps blies der auf 4-5 bft aufgefrischte Wind nun auch noch aus südost – also wieder gegen an. In der Mecklenburger Bucht passierte dann das, was sich kein Segler wünscht. Die gegenanstehende kurze und steile Welle hatte zwei unserer Crewmitglieder fest im Griff. Auch wenn sich Ulrich und Martin eine ganze Zeit tapfer geschlagen hatten, waren gelegentliche Besuche des leewärtigen Süllrandes dann doch nicht zu vermeiden. Nicht glücklich mit der Gesamtsituation wurde der Crew der „Luise“ über Funk mitgeteilt, dass Warnemünde für uns nicht mehr erreichbar war. Kühlungsborn wurde als Alternativhafen ausgewählt und angelaufen. Auch wenn sich beide seekranken Mitsegler für die Reduzierung des Streckenabschnittes nicht ausdrücklich bedankten, hatten Bernd und ich die dankbaren Blicke schon registriert, als wir in Kühlungsborn-Hafen festgemacht hatten.

3 20180525 1990047712Am nächsten Morgen wurde die Bordapotheke dann um eine Packung Reisetabletten erweitert, die wir vor dem Auslaufen im örtlichen Pharmahandel besorgt hatten. Bei moderateren Bedingungen bzgl. Wind und Welle steuerten wir nun nordwärts Richtung Dänemark. Das Ziel Rügen wurde endgültig aufgegeben.

Diese Etappe sollte nun unser längster Tagestrip werden. Aber auch in diesem Teilstück wollte uns AEOLOS, der Gott des Windes ärgern, denn der Wind drehte immer genau so dass er stets gegen an stand. Hoch-am-Wind aufkreuzen war auch hier wieder das Gebot der Segelstunde. Beim Erreichen der dänischen Hoheitsgewässer hatte ich dann die Ehre den „Danneborg“ unter der Steuerbordsaling zu setzen. Alle Crewmitglieder hatten sich von dem anstrengenden Vortag erholt und konnten das Segeln wieder genießen. Bernd und ich vertrieben uns die Zeit der Freiwache mit einigen Runden „Kniffel“.

In den späten Abendstunden erreichten wir den Ort Hesnæs. Hier trafen wir wieder auf Crew der SY „Luise“, die Ihre Fahrt am Vortag nach Warnemünde gnadenlos und ohne Ausfälle durchgezogen hatte.

Die im Hafenhandbuch beschriebene „schwierige Anfahrt im 270 Grad Winkel zwischen einer roten und grünen Lateraltonne unter zu Hilfenahme des Hafen-Richtfeuers….“ war dann doch nicht ganz so ernst zu nehmen. Zum einen lagen die Tonnen noch im Hafen von Hesnæs – und das Richtfeuer war auch noch nicht in Betrieb. Schön, wenn noch keine Saison ist.

Am nächsten Morgen verließen wir das sehr verschlafene fünf-Häuser-Dörfchen Haesnes wieder mit Kurs Nordwest, um durch den Storsørm nach Karrebæksminde zu segeln.  Leider verließ uns zwischen den dänischen Inseln der Wind, so dass wir zeitweilig den Motor zur Hilfe nehmen mussten.4 20180525 20861974255 20180525 1892539354

Nach dem Passieren der Farø-Brücke öffnete sich der Belt in einen sehr breiten Arm. Da der Wind weiterhin wegblieb, nutzten wir die Gelegenheit, um unsere Kenntnisse im MOB-Manöver unter Motor aufzufrischen.

Nachdem wir Fermø nördlich passiert hatten, legte der Wind nun aus westlicher Richtung kommen zu, so dass die letzten 10 sm im Smålandsfarvandet bei schönen 4-5 Beaufort mit zwei langen Schlägen zur Marina Karrebaeksminde gesegelt werden konnten.

Am nächsten Morgen ging es zunächst Richtung Westen zur Insel Omø. Von dort durch das Fahrwasser zum Großen Belt. Hier konnten wir nun mit etwas raumeren Wind einen südlichen Kurs nach Spodsbjerg auf Langeland fortsetzten.

6 20180525 1503475972Auch hungern mussten wir während unserer Etappen nicht. Unterwegs wurden an Bord leckere Nudeln oder Reis mit Geschnetzelten, Currywurst oder Martins leckerer Bolognese -Soße serviert. Am Abend wurde mit allen sieben Seglern ein traumhaft schöner sonniger und entspannter Segel-Tag gefeiert und bis in die Nacht über die vielen Eindrücke und Erlebnisse geplaudert. Hier machte sich die Größe der Hanse bezahlt, denn es passten beide Crews bequem ins Cockpit der 400er.

Am nächsten Tag ging es leider dann auch schon wieder zurück Richtung Laboe, dort wo unser Törn begonnen hatte. Obwohl ein nord-westlicher Wind von Radio Deutschland vorhergesagt wurde, hatten wir bei anliegendem süd-westlichen Kurs auch leider wieder Wind aus Südwest, was eine weitere Verlängerung des Tagestrips war. Aber diesen Umstand waren wir mittlerweile gewohnt.




7 20180525 1188691105 Nach passieren von Kiel-Leuchtturm gegen 19:00 Uhr ging es dann zurück in den Hafen von Baltic Bay, Laboe, wo die Crew der „Luise“ bereits auf uns wartete und unsere Leinen in Empfang nahmen.

In gemütlicher Runde im Salon der „Elise“ wurde der letzte gemeinsame Abend bei Snacks, Wein und Bier bis spät in die Nacht mit „Klönsnack“ verbracht. Bei der Rückgabe unserer Hanse 400 „Elise“ standen dann rund 300 ereignis- und lehrreiche Seemeilen mehr auf der Logge unserer Yacht.

8 20180525 1870507202Bevor es wieder nach Hause ging, rundeten wir unseren Törn mit einem gemeinsamen Abschluss-Essen mit leckerer Pizza und Pasta in der Hafenpizzeria von Laboe ab.

Bochum, 23.05.2018

Jacob Niewiarra

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok