Jugendfreizeit am Veersemeer

Geschrieben von Bendix, Jonatan, Charlotte am .

Jugendfreizeit Veersemeer 12. -19.10.2018

Am letzten Schultag vor den Ferien sollte es um 14 Uhr losgehen, um 14.30 Uhr fuhren Sebastian, Jonatan, Charlotte und Bendix dann nach Holland los, da Jonatan es mit der Pünktlichkeit mal wieder nicht allzu genau nahm.

img 2865 20181020 1523955620

Abfahrt am Kemnader See: Jonatan, Sebastian, Charlotte, Bendix
So kamen wir nach ein paar Staus bei den Bungalows des Ferienparks De Schotsman am Veersemeer an, wo die anderen aus Pulheim später dazustießen.

img 2885 20181020 2052849848

SSC Pulheim und SC Hattingen
Nachdem wir dann unsere Zimmer einigermaßen eingerichtet hatten, standen wir bereits vor der ersten Herausforderung: Die Tür des Anhängers, welcher das ganze Essen beinhaltete, klemmte und konnte von außen nicht geöffnet werden. Das Fenster ließ sich ebenfalls nur von innen öffnen, weswegen wir nun eine Stunde damit beschäftigt waren, durch die kleine Falltür mit zwei Besen das Fenster von innen zu öffnen, damit wir an die Tür kamen. So wurden also noch spät nachts Nudeln gegessen. Am nächsten Tag wurden nach dem Frühstück schnell die Boote, bis auf den 420er, der Holland ein bisschen später erreichte, aufgebaut und bis abends gesegelt. Dabei waren Jonas' Versuche mit seiner Motte zu segeln leider wenig erfolgreich, aber spannend anzuschauen. Als schließlich alle auf dem Wasser waren, wurden Wettfahrten gesegelt, bei denen David und Paul eindeutig den Kenterrekord hielten. Während sich nachmittags noch alle über den Wind freuen konnten, tauchte schon das nächste Problem auf; denn Jonatan und Charlotte wurden weggerammt und hatten ein ziemlich großes Loch in ihrem Boot zu beklagen, welches ein unbekannter Holländer verursachte, der sich auch schnell wieder verdrückte. Ab dem nächsten Tag musste dann also übergangsweise viel Epoxyharz und Klebeband das Loch zusammen halten. Doch damit nicht genug. Bendix, der mit Justus die RS Vision fuhr, verlor seine Brille bei dem Versuch, eine Wasserflasche aufzunehmen (ein schlechter Tausch, zumal die Flasche dabei auch verloren ging). Zwar hatte er eine Ersatzbrille dabei, die er jedoch nicht aufhatte. Nachdem er also die Vision, oder auch die schwimmende Badewanne, fast kurz und klein geschlagen hatte, wurde die Ersatzbrille mit einem Gummiband gesichert, das von nun an 24 Stunden am Tag getragen wurde. Zur Aufmunterung wartete dann bereits das Fleisch auf dem Grill. Am Sonntag segelten wir dann das Veersemeer ein großes Stück weiter runter und bekamen noch mehr Wind ab. Nach etlichem Kentern, glücklicherweise ohne abzusaufen trotz des Lochs im Auftriebskörper, kamen wir dann Stunden später am Nachmittag wieder an. Da Jonatan und Charlotte noch nicht genug hatten, fuhren sie anschließend noch RS 500 und präsentierten ihr Können gleich durch eine Wende mit gezogenem Gennaker. Am Abend folgte dann selbst gemachte Pizza frisch aus dem Pizzaofen. Ein negativer Zwischenfall war ein geklautes Surfboard, das noch nicht sehr alt war. Am nächsten Tag besuchten nach einer Segeleinheit alle außer Justus, David und Bendix den Shipshop. Denn die RS Vision hatte (mal wieder) ein Problem mit dem Gennakerbaum, was jedoch nach langem hin und her überlegen gelöst werden konnte. Bei der Reparatur kamen einige rostige Werkzeuge, unter anderem ein Hammer, zum Vorschein, deren Anwesenheit in der Vision sich Justus komischerweise nicht erklären konnte... Am Dienstag brachten wir Segel zur Reparatur, während Jonatan sich im Surfen versuchte, und konnten nicht segeln, was aber auch nicht sonderlich ärgerlich war, weil quasi kein Wind auffindbar war.

dsc01911 20181020 1009014008

Jonatan beim Surfen
Dafür haben ein paar Leute eine Radtour zum Strand gemacht, während sich Sebastian, Jakob, Paul und Charlotte den ein oder anderen fragwürdigen Ferienpark anschauten und fotografierten. Anschließend wurden Pommes gegessen. Nachmittags wurde dann relativ erfolgslos Beachvolleyball gespielt, da das Feld nicht wirklich als Volleyballfeld zu bezeichnen war. Die andere Hälfte vergnügte sich währenddessen im Wasser, um die sommerlichen Temperaturen auszunutzen. Zum Abendessen gab es dann leckere Burger. Schließlich gewannen die Hattinger noch den Vendée Globe. Somit hatten wir am Mittwoch ebenfalls keine Segel, weswegen der Großteil um halb eins eine Radtour nach Veere machte, während Annette und Alex die Strecke mit ihren Kajaks zurücklegten und Bernd und Rolf hinüber surften. Nachdem Bendix sein Fahrrad zerkratzt hatte, wurde dann Kaffee und Cola getrunken. Danach haben wir uns in der Stadt umgesehen. Am Abend gab es dann Kartoffeln mit Kräuterquark, der mehr Zaziki als Kräuterquark war, und Fleisch. Donnerstag vormittags gab es eine kleine Spi-Einweisung für die Pulheimer, die dem 420er gegenüber eher skeptisch eingestellt waren. Mehr oder weniger überzeugt probierten dann zumindest David und Joshua das Spisegeln aus. Mit Verspätung kamen nachmittags die Segel wieder an, immerhin mit pinkem Streifen in der Fock, und wir konnten noch ein letztes Mal bei endlich wieder besseren Windbedingungen segeln, bevor am nächsten Tag die Boote abfahrbereit gemacht werden mussten. Dabei wurde durchgetauscht, was zu der einen oder anderen lustigen Kenterung mit Tonne führte. Innerhalb von drei Wettfahrten erreichten Paul und Charlotte immerhin einmal die Luvtonne, während sich Jonatan ganz gut alleine auf dem 420er machte, Joshua die Vision sowohl mit Justus als auch mit Bendix segeln musste, Sebastian mit seiner Aero mal wieder vorne weg fuhr und David und Carlotta sich auf dem anderen RS 500 gut schlugen, obwohl sie erst nach Umwegen an der Startlinie auftauchten. Abends gab es dann viel zu viele sehr leckere Flammkuchen. Am letzten Tag mussten nun schnell die Koffer gepackt, sowie die Bungalows geräumt werden. Bevor es dann endgültig nach Hause ging, gab es noch einen kurzen Pommes-Stopp für das ein oder andere Auto. Mit nochmal ordentlich Stau auf der Rückfahrt ging eine super Segelwoche viel zu schnell zu Ende. Es war genau die richtige Mischung aus vielen Wasserstunden, leckerem Essen, Sonne, niveauvollen Gesprächen (bei denen vor allem Jonatan und Paul das Niveau gehoben haben, aber auch Sebastian ab und an seinen Teil dazu beitrug...) und einigen lustigen Zwischenfällen, sodass wir jederzeit wieder mitfahren würden.
Charlotte Diehl, Bendix Wevelsiep, Jonatan Spohn

Bericht vom Gardasee

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

IMG_4269

Vom 3.-6. Oktober hat die diesjährige Regatta Internationale der Kielzugvögel am Gardasee stattgefunden.

Es war die 48. Veranstaltung beim Circulo Nautico in Castelletto.
Es wurden 8 Wettfahrten gesegelt und uns wurde alles geboten: Die nachmittägliche Ora wehte mit 2 - 4 Windstärken aus Süd, der Vento am Donnerstag mit 6 Windstärken aus Nord dazu eine ordentliche Welle.
Mein Vater Reiner und ich konnten insgesammt den 3. Platz von 18 Teilnehmern erreichen. Perfektes sonniges Wetter und mediteranes Flair rundeten die Regatta ab.

GER 200 Jörg Friedlein , Reiner Friedlein

 

IMG_4268 IMG_4264
 

Pott Regatta 2018 mit der „Red Baron“

Geschrieben von Arnold Selent am .

IMG_4187

Im letzten Jahr war ich mit Rolf Stöttelder und Frank Middelhove auf einer 12 tägigen Törn im Ijsselmeer und Nordsee unterwegs und wir haben eine Knallrote Waarship 1020 gesehen, die uns von der Geschwindigkeit ganz gut beeindruckt hat. Der Name der Waarship 1020 ist „Red Baron“. Rolf hat dieses Jahr dieses Schiff bei einem Vercharterer gefunden und wir haben uns den Baron einfach zu zweit für unsere September-Törn gegönnt. Da ja ganz „zufällig“ auch die Pott-Regatta zu dieser Zeit stattfand, hat Rolf uns mit dem Holzschiff einfach in der Gruppe Double-Hand angemeldet.

Mit Ansger haben wir dann in die Yardstick-Gruppe gewechselt. Die Red Baron hat eine gelistete Yardstick-Zahl von 96, was uns erst sehr positiv erscheint. Das Schiff ist so gemäß Aussage des Besitzers nur drei Mal gebaut worden. Wir haben das Boot am Montag vor der Regatta abends übernommen und könnten es ein wenig testen. Ansgar kam dann am Donnerstagabend an Bord und Freitag waren auch schon als Team für die Regatta startklar.

Wir haben unseren Frühstart im ersten „Up- Down“-Lauf wieder gut gemacht und uns dennoch nach oben gekämpft. Im zweiten Lauf haben wir einige „Baustellen“ auf dem Schiff gefunden und sind auf den vierten Platz gelangt. Nach der Regatta trafen sich alle Teilnehmer im alten Hafen von Enkhuizen, der durch sein sehr schönes Glockenspiel, auch nachts bei allen in bester Erinnerung ist. Nach einer Erfrischung am Freibierstand haben wir tolle Gespräche mit den Teilnehmern gehabt. Danach trafen sich alle im Pub „The Dubliner“ zu guter Livemusik, weiteren Getränken und der Verkündung der ersten Regatta-Ergebnisse.

Am zweiten Tag liefen wir um neun Uhr in Enkhuizen aus, auf dem Weg zum Startgebiet. Die dritte Runde war „Langstrecke“ und startete um 10:30 Uhr. Nach 2 Stunden 35 Minuten und 56 Sekunden waren wir als zweites Schiff aus unserer Gruppe hinter der „J-105“ im Ziel. Nach berechneter Zeit über Yardstick haben wir eine Gesamtzeit für die Runde von 2 Stunden, 42 Minuten und 26 Sekunden erkämpft und damit den dritten Platz erreicht. Hiermit lagen wir ca. 6 Minuten hinter dem Erstplatzierten. Die vierte Wettfahrt war ein „Up- Down-Kurs“ von 2 Runden. Wir waren als zweites Schiff hinter der “J-105“ mit einer berechneten Zeit von 1 Minute und 9 Sekunden im Ziel. Nach der Wettfahrt trafen wir uns alle im Bataviahaven (Lelystad), um dann abends bei gut bestückter Gabel zu feiern und die Siegerehrungen zu genießen.

IMG_4200Für nächstes Jahr ist geplant, unsere neuen Schmuckstücke gar nicht mehr aus der Hand geben und machen wieder mit. Ein Lob an die Organisation der Regatta. Einfach klasse.

Am nächsten Tag segelten wir weiter in Richtung Amsterdam bis zur kurz vor die Nordsee.

Arnold Selent

Ergebnis der Vereinsmeisterschaft 2018

Geschrieben von Annette Diehl am .

Gestern fand bei tollem Segelwetter unsere Vereinsmeisterschaft statt. Unter der Leitung von Robert Dedden konnten 13 Crews in den angesetzten Matchraces um den Titel kämpfen. Es waren sehr spannende Rennen. Dank Daniels Einsatz wurde auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer gesorgt. Und der Vereinsmeister ist....

thewinner clip 20180903 1959948093

Udo Scheer mit seinen Vorschotern Christa und Marian Scheer!

Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank an die Helfer!

Sicherlich wird jemand von den Teilnehmern bzw. Anwesenden einen ausführlichen Bericht für das Jahrbuch schreiben...?

13 Stunden solo auf dem Ijsselmeer

Geschrieben von Riclef Schomerus am .

pott2017-bella_60_20170921_1529688984

Auf dem Ijsselmeer gibt es ein neues Regattaformat, die 75 mijls. Das besondere bei der Langstrecke um vorgegebene Tonnen ist, dass es nicht einen festen Startzeitpunkt gibt. Vom 1. März an hat man ein Jahr lang Zeit, die Strecke abzusegeln und sich dafür die Start-Ziel-Tonne und die Segelrichtung auszusuchen.  Gewertet wird nach der berechneten, nach LWL korrigierten Durchschnittsgeschwindigkeit.

Die flexible Startzeit hat den Reiz, dass man sich den passenden Wind aussuchen kann. Der Rundkurs liegt im Wesentlichen in SSW und NNO-Richtung, so dass er bei passendem Wind lange Reachingschläge und wenig Kreuz ermöglicht. Dies kommt gerade einer Classe Mini entgegen, die ja auf Reaching- und Raumschotkurse abgestimmt ist.

Ich habe zwei Anläufe unternommen, um die 75 mijls abzusegeln. Am ersten Tag fing es hervorragend an mit einem Raumschotskurs von Stavoren bis vor Hindeloopen mit über 11 Knoten Geschwindigkeit. Kurz vor dem Abschlussdeich merkte ich aber, dass der Autopilot ins Leere arbeitete. Nach kurzer Fehlersuche war klar, dass sich die Schraube, die den Hydraulikzylinder mit dem Ruderquadranten verbindet, komplett gelöst hatte. Reparatur an Land etwa fünf Minuten, auf Wasser aber nicht durchzuführen. Also brach ich den ersten Versuch ab und fuhr nach Stavoren zurück.

Direkt zwei Tage später, am 20.7., zeigte die Windvorhersage schon wieder gute Bedingungen: ab 13 – 14 Uhr auffrischenden, nordwestlichen Wind, der mich recht gut zum Abschlussdeich bringen sollte, dann auf Nord dreht und Reaching bis Raumschot bis nach Lelystad zulässt und abends passend wieder auf Nordwest dreht, damit der Rückweg bis Stavoren nicht zur Kreuz sondern maximal zum Amwindkurs wird. Dieser Fahrplan bedeutet bei ca. 13 Stunden Segelzeit eine Ankunft gegen zwei oder drei Uhr in der Nacht.

Eine eingeschweißte Übersicht mit Kompasskursen und Entfernungen habe ich im Cockpit angebracht, dann gings unter Segeln zur Starttonne und auf die Reise. Auf dieser für mich bisher längsten Strecke und ersten Nachtfahrt ist einiges passiert, hier eine kleine Zusammenfassung.

75Mifls linksGuter schneller Amwindkurs bis zum Abschlussdeich. Bei frischem Wind mein Gedanke – jetzt bin ich mal mutig und setz den großen Spi. War aber zuviel Tuch für Wind und Kurs, so dass ich schnell einen ordentlichen Sonnenschuss hinlegte und mir anschließend wegen des großen Segeldrucks der Beschlag vom Wasserstag des Gennakerbaums abriss. Also Segel runter, Beschlag provisorisch reparieren, erstmal unter Schmetterling ins Surfen kommen. Auch nicht schlecht. Als alles klariert ist, kleineren Spi hoch. Auf der Karte sehen, dass da doch noch eine Untiefe ist, auf die ich direkt zusteuere. Hm, mit flatterndem Spi genug Höhe fahren um herum zu kommen, anschließend wieder abfallen und eine Halse bei weiter auffrischendem Wind verhauen.

Hinter Enkhuizen ein Reachingkurs, der einen erneuten Wechsel auf den Code 5 verlangt. Hier läuft es richtig gut und es geht bis 10,5 Knoten hoch. Dann wieder abfallen, doch nach den bisherigen Erfahrungen mit den Spis lasse ich es ruhiger angehen und lasse einfach den Code 5 oben. Auch hier zieht er ganz ordentlich. Auch die weiteren Manöver klappen gut.

An der Tonne EZ3 der nächste Zwischenfall – ich wähne mich frei von der Tonne und lege neuen Kurs unter Autopilot. Allerdings zu stark, so dass die Tonne immer näher kommt. Ganz schön groß und massiv das Teil. Ich steuere dagegen – immer noch unter Autopilot, so schnell kann ich nicht reagieren und ihn abschalten. Knapp war´s, noch nie habe ich eine Tonne von so nah gesehen …

Die Windrichtung hat bisher immer gut gepasst. Auch den direkten Ostkurs bis zur Ketelbrücke kann ich bei Nordwind gut anliegen. Aber was macht der Wind dann bei den bevorstehenden Strecken zurück nach Stavoren? Kurz gesagt, er dreht genau wie geplant auf Nordwest und lässt mich eine schöne Banane segeln, um mit nur einem kleinen Kreuzschlag zur EL-B vor Lemmer zu kommen. Zufrieden bin ich hier auch mit der Amwindperformance der Amnesty. Mit gut getrimmtem Vorsegel und ordentlich Wasserballast fährt sie ausreichend hoch und immer über 5 Knoten schnell.

Inzwischen ist es duster. Erst hat sich die Sonne hinter den Horizont verzogen, dann auch der Mond. Die Lichter der Tonnen eindeutig zuzuordnen und deren Entfernung zu schätzen ist nicht einfach. Zwischendurch mache ich einen großen Umweg, weil ich die Positionslichter eines Segelboots zusammen mit den Lichtern einer Tonne für den Anfang eines großen Frachters halte. Mir wird richtig mulmig, weil der Frachter scheinbar immer größer wird. Ah nein, das kleine Boot entfernt sich einfach von der Tonne. Also wieder auf den regulären Kurs. Der letzte Schlag von sieben Meilen bis vor Stavoren zieht sich. Recht hoch am Wind, kabbelige Wellen, Müdigkeit und Dunkelheit. Die letzte Tonne erkenne ich spät und fahre etwas Umweg. Doch dann bin ich da. Noch bis zur Hafeneinfahrt Marina Stavoren, davor Segel runter und in der Dunkelheit einen passenden Liegeplatz finden. Boot fest, alles provisorisch klarieren. Ab ins Bett. Unter Deck: alles naß, weil der Ballasttank offensichtlich immer noch nicht dicht ist. Egal, kümmere ich mich morgen drum.

Am nächsten Tag gebe ich online Start- und Zielzeit an, lade den Track hoch und finde mich in der Gesamtwertung vorläufig auf Platz drei wieder. Dank der kurzen Wasserlinie sogar vor der Pogo 12.50 Knubbel. Dazu in der Solowertung auf Platz 2, in der Wertung „ohne Pause“ auf Platz eins. (Inzwischen gesamt Platz 4, Solo Platz 3).

Alles in Allem ein tolles Abenteuer, herausfordernd, lehrreich und erfolgreich. Möglicherweise versuche ich die Strecke noch einmal. Sehr wahrscheinlich aber erst mal die kleine Schwester, die 30 Mijls auf dem Markermeer.

Riclef Schomerus

54. Delta Lloyd 24 Uurs Regatta 2018

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

Am 24. und 25. August fand auf dem Ijsselmeer die 54. Delta Lloyd 24 Uurs Regatta 2018 statt. Auf der Gatica waren Jörg Friedlein, Sebastian Fuchs, Jacob Niewiarra, Annette Diehl und Christian Lauterbach für den SCH unterwegs.

Nach eingehendem Vergleich der verschiedenen Windvorhersagen hatten wir beschlossen, in der Nacht die Rakken (vorgegebene Kurse zwischen zwei Tonnen) im Markermeer abzusegeln, morgens dann durch das Ijsselmeer Richtung Kornwerderzand zu segeln, um gegen 11 Uhr auf der Waddensee die günstige Tide zu nutzen.

Nach einem gelungenen Start am Freitag um 19.45 Uhr kam etwa eine halbe Stunde später recht plötzlich Starkwind mit einer Stärke bis zu 38 Knoten auf,

wind clip 20180825 2022733908 begleitet von einem heftigen Gewitter. Wir konnten gerade noch rechtzeitig die Fock einrollen, das Großsegel zweimal reffen und mit Halbwind Richtung Süden ablaufen.

img 2636 20180825 1933619426

Nach einer Viertelstunde war der Spuk vorbei und wir lagen in totaler Flaute. Der Wind kam nach einer Stunde immer noch nicht, dafür aber heftigste Gewitter, die von allen Seiten auf uns zurollten.

img 2634 20180825 1490996844

Als die Blitze zeitgleich mit dem Donner quasi über uns waren, beschlossen wir, den Motor zu starten und mit Volldampf schnellstens zurück nach Enkhuizen zu flüchten. Damit war die Regatta leider für uns beendet. Die Schiffe, die direkt im Ijsselmeer gestartet waren, hatten mehr Glück und wurden zumindest in der Nacht von den Gewittern verschont.

Von den ca. 430 insgesamt gemeldeten Schiffen sind wohl aufgrund der Vorhersage schon knapp 100 nicht gestartet, in unserer Klasse, der sogenannten „Tocht“ sind über 70 weitere Schiffe als „did not finished“ gewertet…

Dietrich Werner, der bei seinem Sohn Dag auf einer Winner 10.10 in der Klasse ORC 3 gestartet war, war erfolgreicher und kann 136,8 berechnete Seemeilen vorweisen.

Hattinger Segler bei 505 WM vor Gdynia

Geschrieben von Arne Wittemer am .

Vom 22.06 bis zum 27.06 fand auf Danziger Bucht vor der polnischen Segelhochburg Gdynia die 505er Weltmeisterschaft 2018 statt. Es waren 127 Teams aus 14 Nationen und von 4 Kontinenten angereist. Mit dabei waren Peter Kruse und Arne Wittemer vom Segelclub Hattingen Die Boote standen in der Marina im Herzen der Stadt, zwischen Strand und Riesenrad, und die Segler wurden mit einer Eröffnungsfeier vor dem historischen Zerstörerer „ORP Blyskawica“ begrüßt.
Nachdem am erstem Tag zwei Rennen bei mittleren Wind gesegelt werden konnten ließ der Wind an den folgenden Tagen nach. Zu diesem Zeitpunkt lag das Hattinger Team Kruse/Wittemer auf Platz 49. An der Spitze zeichnet sich bereits das Duell zwischen dem Titelverteidiger Mike Holt/ Rob Woelfel (USA) und dem deutschen Team aus Lutz Stengel/Holger Jess ab.
Weder am Montag noch am Dienstag waren die Bedingungen so, dass ein faires Rennen mit 127 Schiffen zu segeln gewesen wäre. So war das einzige gesegelte Rennen der beiden Tage das „Night Race“, ein Show Rennen, das während der Midway-Party öffentlichkeitswirksam mit Start und Ziel an Land ausgetragen wurden. Dazu wurden die Boote der U25 Teams mit LED-Leisten präpariert und ein kurzer Kurs direkt vor dem Strand ausgelegt.
Da nach drei Tagen nun die Gefahr bestand nicht die erforderlichen 4 Rennen zustande zu bekommen entschied die Wettfahrtleitung den für Mittwoch vorgesehenen „Lay-Day“ ausfallen zu lassen und die Segler wieder aufs Wasser zu schicken.
Die Bedingungen am Mittwoch waren gut segelbar und es wurden 3 Rennen bei leichten Winden gesegelt. Für das Team aus Hattingen lief der Tag etwas weniger erfolgreich und sie fielen auf Platz 54 zurück. Für das Deutsche Spitzenteam Stengel/Jess lief der Tag hingegen überaus erfolgreich und sie schafften es die Gesamtführung von den Amerikanern zu übernehmen.
Der Donnerstag hielt ähnlich gute Bedingungen wie der Vortag für die Segler bereit und es wurden erneut drei Rennen gesegelt. Kruse/Wittemer hatten zwei mal Pech beim Start. Nachdem sie beim ersten Start nur schlecht aus einem großen Pulk heraus starten konnten verhakte sich beim zweiten Start ein polnisches Team mit der Baumnock in der Luv Want der beiden und zwang sie unmittelbar vorm Start zum Wenden, um den Bruch der Want und damit den Mastverlust zu vermeiden. Dass das polnische Team kein Wegerecht hatte und kringeln musste war dabei nur ein schwacher Trost. Im dritten Lauf starteten die beiden sehr früh beim Pfadfinderstart und konnten den größten Teil der Startkreuz mit freiem Wind segeln. Der gute Start zahlte ich aus und sie landeten im insgesamt 7. Rennen auf Platz 33. Die beiden schlechten Läufe zuvor rächten sich jedoch, und die beiden rutschten auf Platz 59 ab. Derweil gelang an der Spitze den beiden deutschen die Sensation. Mit den Plätzen 1, 5, 1 hatten Lutz Stengel und Holger Jess ihren Vorsprung weit genug ausgebaut, und waren bereits einen Tag vor Ende der Weltmeisterschaft sicher Weltmeister.
Während die frisch gebackenen Weltmeister die letzten beiden Läufe am Freitag nicht mehr mitsegeln mussten, ging es für den Rest des Feldes noch einmal um alles. Nachdem der Wind während des ersten Rennes nahezu komplett einzuschlafen drohte, frischte er wieder deutlich auf über 12 Knoten auf. An den Top Positionen gelang es Holt/Woelfel den zweiten Platz sicher zu verteidigen. Und das Junge Deutsche Team Hofmann/Brockerhoff gelang mit den Plätzen 1 und 5 noch der Sprung aufs Treppchen, vor den Briten Batchelor/Pascoe und den Franzosen Boite/Fountaine. Peter Kruse und Arne Wittemer gelang es auch sich noch einmal um ein paar Plätze zu verbessern und sie landeten auf Platz 55.
Die WM schloss mit einer großen Siegerehrung und Party in der BrowarPort Brauerei, nur wenige Meter von der Marina entfernt direkt am Strand

Prüfung und Ferienspass

Geschrieben von Annette Diehl am .

Ein ereignisreicher Tag für den SC Hattingen...

Heute morgen um 9 Uhr sind 5 Kandidaten angetreten, um ihre verschiedenen Teilprüfungen SBF Binnen und/oder See zu absolvieren...

 img 2533 20180804 1800387747

Michael Heise, Hanna Syring, Fritz von Mulert und Charlotte Diehl haben ihre letzte Teilprüfung des SBF See und/oder Binnen bestanden, Stephanie Grädig hat ihre Theorie-Prüfung Binnen bestanden. Herzlichen Glückwunsch an alle!

Danach haben Daniel und Udo Scheer sowie Annette Diehl mit Hilfe von Charlotte Diehl und Anna und Jan Friedlein noch das Schnuppersegeln im Rahmen des Ferienspaß der Stadt Hattingen durchgeführt. Nach einer kleinen Vorstellung eines Optis haben wir die 7 angemeldeten Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren bei schönem Segelwetter auf den beiden Hangards über den See geschippert. Fotos dazu finden sich in der Galerie.

Bericht zur Travemünder Woche 2018

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

SiegerehrungSegeln bei bestem Wind und Wetter in Shorts und T-Shirt und das auch noch erfolgreich.

Das war die Travemünder Woche 2018 für uns im Kielzugvogel. Vier Tage lang wurden täglich 2 Läufe gesegelt, die wir alle bis auf einen gewinnen konnten. Während es an Land mitunter sehr heiß war, bot das Segeln bei drei bis vier Windstärken auf der 22 °C warmen Ostsee eine willkommene Erfrischung. Den letzten Lauf mussten wir nicht mehr mitsegeln, sondern konnten noch der Junior Champions League zusehen.

Der Segel-Club Hattingen war auch noch mit den Vorschotern Mirco und Sabine auf 2 weiteren Booten vertreten.

GER 200 - Jörg Friedlein / Oliver Babik

GER200-Kreuz   Travemuender-Woche-2018-kielzugvogel-GER200

Die Efsix wartet auf euch an der Bever

Geschrieben von Annette Diehl am .

beverAb sofort liegen zwei "Schlüsselmäppchen" mit dem Schlüssel und der Benutzerkarte für die Benutzung der Efsix an der Bever in unserem Schapp am See. Weitere Infos zur Nutzung und die Adresse findet ihr bei der Bootsreservierung. Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne an unseren Bootswart Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an mich (vorsitz@segelclDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Viel Spaß an der Bever!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok