Langjähriges Vereinsmitglied verstorben

Geschrieben von Vorstand am .

dieterpWir haben soeben die traurige Nachricht erhalten, dass unser Segelkamerad Dieter Plümacher am Montag, den 6.11.2017 seine letzte Reise angetreten hat. Er verstarb viel zu früh im Alter von 69 Jahren nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit. Wir verlieren mit ihm einen guten Freund und engagierten Segler, der mit seinem Holz-Schwertzugvogel „Krautvornix“ nicht nur am Kemnader See beliebt war, sondern auch auf vielen Wanderfahrten in- und ausländische Reviere erkundet hat.

Als ausgebildeter Pädagoge hat er sich im Segel-Club Hattingen e.V. nicht nur in die  Ausbildung der erwachsenen Segler eingebracht, er hat auch die Jüngsten-Segler betreut und mit seinem Kontakt zur Gesamtschule Hattingen seit vielen Jahren die Segel-AG mit Leben erfüllt, er wird uns dort besonders fehlen.

Wir trauern mit seiner Familie um einen außergewöhnlichen Menschen und werden ihn nicht vergessen.


Hattingen, 8. November 2017               Der Vorstand Segel-Club Hattingen

Der Wassersportladen zieht nach Hattingen!

Geschrieben von Oliver Babik am .

umzugs sonderverkauf 2017 20171108 1395783218Da die Räumlichkeiten an unserem bisherigen Standort am Kemnader See in Witten zu klein geworden sind, zieht der Wassersportladen nach Hattingen. Dort werden wir auf über 500qm unser Angebot für Segler und Motorbootfahrer und den Versandhandel erweitern. Der neue Standort „An der Ruhrbrücke 7e“ liegt zwischen dem Bahnhof und der Eisenbahnbrücke, nahe der Ruhr. Bevor wir Mitte Dezember mit dem Umzug starten, beginnen wir mit einem Sonderverkauf zum Umzug. Alles was Ihr jetzt kauft müssen wir nicht tragen! Aus diesem Grund haben wir viele Artikel stark reduziert. Wir freuen uns auf Euren Besuch beim Sonderverkauf bis 15.12.2017 und hoffen Euch ab Januar 2018 in unseren neuen Räumlichkeiten in Hattingen begrüßen zu können.

Pott-Regatta mit SKS-Prüfung

Geschrieben von Ingo Löbbert am .

Nach dem "Miezentörn" im letzten Jahr hatten wir drei, d.h. Skipper Rüdiger Hubert, Robin Herbrechter und ich (Ingo Löbbert), im Frühjahr beschlossen, erneut eine Segelwoche auf dem IJsselmeer einzulegen, die zeitlich mit einer Teilnahme an der Pott-Regatta enden sollte. Dazu haben wir uns die "Bella", eine Bavaria-Cruiser 33, als Charteryacht organisiert, die uns in dieser Woche beheimaten sollte.
In den Wochentörn gestartet sind wir am Sonntag (10.9.) und durften direkt sowie den Folgetag erstmal im Hafen von Lelystad verbringen, denn bei 7, in Böen 8 angesagten Windstärken verbietet es sich von selbst, dass eine unerfahrene Crew überhaupt über ein Segeln nachdenkt. So kamen wir zum einen in den Genuss, das Batavia-Museum zu besichtigen, wirklich empfehlenswert, gerade wenn man hier eine Führung mitmacht (gibt´s auf Deutsch), zum anderen sind wir dann eben mit dem Auto nach Urk "übergesetzt".
Da wir am Donnerstag am Startort der Regatta in Enkhuizen sein wollten und für den Mittwoch noch kräftigerer Sturm angesagt war, sind wir dann flott am Dienstag bei 5-6 Windstärken übers IJsselmeer nach Medemblik geweht. Das hat natürlich richtig Spaß gemacht, auch wenn uns bei dieser Fahrt der eine oder andere kräftige Regenschauer begleitete. Mittwochs haben wir dann den Sturm im Hafen von Medemblik abgewettert und mussten zusehen, wie einige an Land liegende Jollen und Bäume einfach umgefegt wurden. segeln 2017 016 20170924 1087039130

Der Donnerstag gestaltete sich dann sehr angenehm, weniger Regen und Wind bis 5 Beaufort, so dass wir auf der kurzen Fahrt von Medemblik nach Enkhuizen das Boot kennenlernen konnten, wir vieles ausprobiert haben und ich auch einiges, insbesondere aber Boje-über-Bord-Manöver, für meine SKS-Prüfung üben konnte.

Freitag früh ging es dann los zur Pott-Regatta, geplanter Start vor Enkhuizen um 12 Uhr. Hier wurden an diesem Tag im IJsselmeer zwei Wettfahrten in 4 Gruppen durchgeführt (ORC I, ORC II, Yardstick und Doublehanded). In beiden Wettfahrten erreichten wir in unserer Yardstick-Gruppe jeweils Platz 8 von 11 bzw. 12 Startern – womit wir für unsere Verhältnisse einigermaßen zufrieden waren. Leider verpassten wir irgendwie (hatten wir zeitlich nicht ganz "auf dem Schirm") das Freibier an der Pier, so dass wir während des Ausschanks Grünkohl zu uns nahmen – na ja, was die anderen trinken, können wir auch essen... Aber auch mit Bordbier war es nett, und mit allen anderen Teilnehmern gemeinsam im "Oude Haven" zu liegen, hat schon seinen ganz eigenen Reiz.

segeln 2017 035 20170924 1145128658Der Samstag gestaltete sich für unsere Regatta-Wertung alles andere als toll: Nach der Skipperbesprechung hieß es, um 9 Uhr auslaufen und ins Markermeer schleusen, wo die geplante dritte Wettfahrt als Langstrecke durchs Markermeer gestartet wurde. Entschlossen, die gestrigen Plätze zu verbessern, starteten wir zügig - wie sich am Ende herausstellte, gemeinsam mit einigen anderen Yachten zu zügig, so dass wir nicht die einzigen waren, die einen sauberen Frühstart hinlegten.... - na ja, da es sich um mehrere Schiffe handelte, waren viele, so wie wir, der Meinung, dass es jeweils einen anderen getroffen habe, weshalb wir weiterfuhren und uns auf den Weg machten. Tolles Wetter, prima Windverhältnisse und viel Spaß auf dem Boot begleiteten uns bis zum Zieleinlauf. Abschließend ging es auf zur 4. Wettfahrt, bei der es nun wieder einen Up-and-Down-Kurs zu absolvieren galt. Hier gelang uns schließlich in der Yardstick-Wertung nicht mehr als der Neunte von 10 Plätzen. Für diesen Regatta-Tag galt für uns dann am Ende, wir sind angekommen und hatten viel Spaß, hinsichtlich des Ergebnisses war eher das Motto "erfolgreich scheitern" angesagt, aber wie heißt es so schön: "Dabei sein ist alles".

Dieses Motto galt allerdings nicht für die an diesem Tag dann auch noch folgende SKS-Prüfung von Valerija und Roman Rogulenko, Sebastian Fuchs und mir. Man stelle sich vor: Sebastian hat an diesem Samstag noch gearbeitet, kam zeitlich knapp weg und stand kurz nach der Abfahrt in Köln ca. eine Stunde im Stau. In persönlicher Rekordzeit absolvierte er dann dennoch die Autofahrt nach Lelystad, unserem Prüfungshafen. Valerija und Roman reisten sehr früh morgens an, verbrachten den gesamten Tag auf der Gatica, dem Start- und Zielschiff der Regatta, und auch ich hatte einen ganzen Regattatag hinter mir.

Um die Prüfung durchzuführen, wurde zunächst kurzerhand die Wettfahrtleitung der Pott-Regatta, bestehend aus Conni und Heinz Bredenbröker von der SSGW sowie Oliver Babik vom SCH, auf unsere "Bella" zur Auswertung umgesiedelt. Somit bestiegen gegen 17 Uhr vier Prüflinge, gut ausgeruht, körperlich absolut frisch und voll auf der Höhe, mental topfit für alle Theoriefragen und hochmotiviert, die Gatica - zu unserem Glück war der Wind auf gut 2 Beaufort abgeflaut. Einige Dinge klappten dann auch nicht sofort, insbesondere auch, da die Prüfer ganz offensichtlich nichts "verschenken" wollten, sondern schon saubere Manöver erwarteten - letztlich haben wir aber alles geschafft. Beispielsweise durfte ich hier in der Prüfung erneut feststellen, dass sich bei einem Boje-über-Bord-Manöver eine Bavaria 33 bei 4-5 Bft. und Übungsmodus ganz anders verhält als eine Hanse 371 bei 2 Bft. in der Prüfungsituation - insbesondere beim Abschätzen von Restgeschwindigkeit an der Boje.

Letztlich an dieser Stelle vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an Jörg für das Zur-Verfügung-Stellen der Gatica und die große Unterstützung und Hilfe bis zur Prüfung sowie seine Nervenstärke mit uns, an Prüfungs-Bootsführerin Annette, an beide Prüfer für die aus meiner Sicht zwar herausfordernde, aber auch sachgerechte Prüfung, an die Wettfahrtleitung für die "Räumung der Gatica" und (last but not least) an meine beiden Mitsegler in dieser Woche fürs "üben lassen".segeln 2017 054 crew foto 20170924 1118426416

Und um auch die anderen SCH-Segler noch zu erwähnen: Riclef Schomerus und Mirco Gantenberg segelten auf einer Pogo in der Yardstick-Klasse mit, Klaus und Tina Leveque-Emden erreichten auf einer Oceanis im Double Handed Platz 3 von neun Schiffen und Dietrich Werner segelte auf einer X 34 in der ORC 1-Gruppe auf den 2. Platz.

 

J70 WM in Porto Cervo (IT)

Geschrieben von Lorenz M am .

Holger, Daniel, Oliver und Arne waren in der vergangenen Woche bei der J70 WM in Porto Cervo, welches an der Nordküste Sardiniens liegt. Wegen widrigen Wetters konnte an den ersten Tagen nicht gesegelt werden. Schließlich kamen 3 Läufe zustande mit den Platzierungen 27, 53 und 28, so dass es am Ende zu einem gutem Platz 38 von 79 in der Silber Wertung reichte.

Hier ein paar sehenswerte Videos des Veranstalters:

Tag 1:

Tag2: immer noch zu viel wind :(

Tag 3:

Tag 4:

Letzter Tag:

SKS-Prüfung bestanden

Geschrieben von Annette Diehl am .

Am vergangenen Wochenende haben vier Vereinsmitglieder ihre SKS-Prüfung auf dem Ijsselmeer bestanden:

SKS Prüfung 2017 3a

Herzlichen Glückwunsch an Ingo Löbbert, Roman und Valeria Rogulenko und Sebastian Fuchs!

Euch allen immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Ein ausführlicher Bericht dazu kommt noch von Ingo Löbbert...!

Mit der Caravella zu der 24 Uurs Regatta

Geschrieben von Johanna Heckmann am .

Am 25.08.17 starteten wir mit einer Bavaria 38 mit dem Namen „Caravella“ im Hafen von Stavoren zur 24 Stunden Regatta.  Wir, das sind Skipper Christian Schulze, Bernd Christen, Thorsten Ballo, Mirco Gantenberg, Stephanie Heckmann und ich.

caravella 2 20170918 1886670879caravella 1 20170918 1883592378 Nach einigen Hindernissen, wie die fehlende Drei-Farben-Laterne, schafften wir es mit Segeln hoch, Motor an und ein bisschen Schwung bei Flaute die Startlinie zu überqueren. Dann dümpelten wir auf dem Weg zu unserer ersten Tonne, der LC1, hin. Wir umrundeten anschließend die Sport-A an Backbord. Über die Sport-D und die KG kamen wir zu der Schleuse in Enkhuizen, die uns ins Markermeer brachte. Inzwischen war es schon dunkel, die zweite Schicht hatte begonnen und zum Glück kam ein wenig Wind auf. Für mich war es ein tolles Erlebnis, mitten in der Nacht die Yacht zu steuern und mich nur nach den Lichtern und dem Kompass zu richten. Mit mehreren Schichtwechseln und vielen Fotos von Stephanie wurde es dann Morgen und die ganze Mannschaft war wieder an Deck. Unsere Tour durchs Markermeer war wie folgt: Von der Schleuse ging es von KG10, welche wir an Backbord ließen, zu der ganz im Süden liegenden Sport-J. Von dort ging es dann zu der EA2 und zur Schleuse zurück. Nachdem wir die Tonnen KG, Sport-D und KR-A gerundet hatten fuhren wir um die WV19 ins Finish. Und von dort aus in den Hafen von Medemblik. Dort wurden wir herzlich von vielen Menschen begrüßt. In der ganzen Zeit an Bord wurden wir super von Thorsten bekocht, trotzdem freuten wir uns alle auf einen Burger in Medemblik.

caravella 3 20170918 1605325888Nach einer einigermaßen ruhigen Nacht, einer endlos langen Siegerehrung und mehreren Zusammentreffen an der Ergebnisliste dümpelten wir dann bei Windstärke Null nach Stavoren zurück. Wir hatten so wenig Fahrt, dass wir um das Boot herum schwammen und uns aus Fendern ein Floß bauten.caravella 4 20170918 1163149759

 

 

 

Die Zeit zwischen dem 23.08, unserem Anreisetag, und dem 28.08, unserem Abreisetag, war sehr schön. Mir hat das Segeln mit den Anderen an Bord viel Spaß gemacht und hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin.

Johanna Heckmann

Vereinsmeisterschaft ohne Wind

Geschrieben von Annette Diehl am .

Leider ist unsere Vereinsmeisterschaft wegen Windmangel nicht zustande gekommen. Trotzdem war es ein netter Vormittag bei spätsommerlichen Temperaturen und leckerer Dönninghaus-Currywurst, die Daniel besorgt hatte. Die Kinder haben die Gelegenheit zum Kanufahren genutzt und ein Plausch mit den anderen Vereinsmitgliedern ist ja nicht zu verachten...

Vielen Dank an die Organisatoren Peter, Robert, Rolf und Daniel und an die, die segeln wollten...!

Menschenleben retten!

Geschrieben von Lorenz M am .

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erstehilfeEin Unfall, viele Schaulustige,keiner hilft dem Verletzten. Alle warten auf den Rettungsdienst.

Jeder von uns kennt solche oder ähnliche "Szenen" aus Zeitungen oder persönlichen Erlebnissen: ein Mensch blieb in Not ohne Hilfe, obwohl viele, manchmals sehr viele Menschen seinem "Unglück" zuschauten

Es ist leicht, sich über "solche" Menschen zu entrüsten. Aber sind wir so sicher, daß wir selbst in einem solchen Fall tatsächlich helfen würden? Gegenüber Menschen, die wir kennen, fühlen wir uns verpflichtet, ihnen in Notfällen tatkräftig zur Seite zu stehen. Je näher sie uns stehen, um so stärker. Die Zuneigung, die Vertrautheit mit dem Verletzten, auch das Pflichtgefühl helfen mit, unsere Bedenken und Hemmungen gegenüber der Hilfeleistung zu überwinden. Gegenüber Fremden dagegen, empfinden wir häufig zwiespältige Gefühle. Grundsätzlich, sind wir bereit, dem Verletzten beizustehen. Andererseits hemmen uns innere Wiederstände und Ängste, mit Erster Hilfe "ernst zu machen". Allzuoft behält die Unlust die Oberhand. Wir wenden uns ab oder schauen (auch) einfach zu.

Wahrscheinlich kann (fast) jeder von uns eine Auffrischung seines Kentnisstandes über lebensrettenden Sofortmaßnahmen gebrauchen. Aber seien wir mal ehrlich, wer meldet sich zu so einen Kurs aus eigenem Antrieb an? Mal ist es mangelde Zeit, kein Geld, kein Interesse, kein...

Wir dachten uns, dass so ein Erste-Hilfe-Kurs ein tolles Winterprogramm wäre und würden gerne einen Erste-Hilfe-Kurs in Zusammenarbeit mit dem DLRG anbieten. Zusammen mit bekannten Gesichtern aus dem Verein kann es ein informativer aber auch sehr erheiternder Nachmittag werden. Vorraussetzung für das Zustandekommen des Kurses ist eine ausreichende Teilnehmerzahl. Die Kursdauer ist auf einen Tag beschränkt. Neben Themen wie den allgemeinen lebensrettenden Maßnahmen wird auch der Bezug zum Wassersport hergestellt. Der Kurstermin ist für das 1. Quartal in 2018 vorgesehen. Bitte meldet euch jetzt unverbindlich an, da mit wir eine Teilnehmerzahl abschätzen können.

Gatica bei der 24 Uurs Delta Lloyd Regatta

Geschrieben von Ingo Löbbert am .

Bericht vom „Kustzeilers 24 Uurs Zeilrace“
Am vergangenen Wochenende jährte sich zum 53. Mal die traditionelle 24-Stunden-Regatta, ausgerichtet von der „Niederländischen Vereinigung der Küstensegler“ auf dem Marker- und IJsselmeer sowie der Waddenzee. Wie schon im letzten Jahr nahmen zwei Boote mit Crews des Segelclub Hattingen teil, eine davon waren wir auf der „Gatica“, bestehend aus Skipper Jörg Friedlein, Annette Diehl, Oliver Babik, Christian Lauterbach, Sebastian Fuchs und mir (Ingo Löbbert). foto6crew 20170830 1814254797
Ziel der Regatta ist es, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Meilen zu segeln. Dabei gilt es jedoch, nicht einfach durchs IJsselmeer zu kurven, sondern festgelegte Strecken („Rakken“) abzufahren, die jeweils durch Tonnen gekennzeichnet sind. Gewertet werden die Längen der Strecken, nicht aber die tatsächlich gesegelten Seemeilen.
Gemeldet waren 461 Boote, tatsächlich losgesegelt sind 418 und das Ziel erreicht haben letztlich noch 370 Crews, deren Ausdauer an der einen oder anderen Stelle schon gefordert wurde. Gestartet werden konnte an 14 Häfen des Marker- oder IJsselmeers (je nach zugeteilter Gruppe zwischen 19.00 Uhr und 19.45 Uhr), jedoch war das Ziel für alle, nach frühestens 23, höchstens 25 Stunden in Medemblik über eine der beiden Ziellinien zu segeln. foto1 sonne 20170830 1515193068Wir entschieden uns nach eingehender Analyse der Windvorhersage für Enkhuizen-Süd als Starthafen, wo wir exakt zu unserer Startzeit um 19.45 unter Spi gen Süden über die Startlinie fuhren. Wir hatten bereits auf der Anfahrt vor dem Start nach Enkhuizen festgestellt, dass sich unser Verklicker nicht so frei bewegte wie es sein sollte und allenfalls grobe Schätzungen anzeigte, nur leider nicht mehr daran gedacht, diese „Kleinigkeit“ zu reparieren.
Nachdem wir also im Markermeer die ersten zwei Stecken (hin und zurück) gefahren waren, wurde kurzerhand beschlossen, dass in der Schleuse Enkhuizen, in der wir unter Motor fahren durften, am Großfall das Großsegel kurz durch Annette ersetzt wurde und diese im Bootsmannstuhl mitsamt Sprühdosen und Taschenlampe um 23.00 Uhr zur Reparatur den 14m-Mast hinaufgezogen wurde.
Am Ausgang der Schleuse, mit wieder halbwegs funktionierendem Verklicker und nun wieder einem Großsegel am entsprechenden Fall ging es entlang der vorgegebenen Rakken direkt Richtung Norden durch das IJsselmeer bis zur Schleuse bei Kornwerderzand. Dabei galt es bei 12 Knoten Wind und guter Fahrt über Grund in erster Linie, die teilweise große Menge an Lichtern anderer Segelboote einigermaßen im Blick zu halten, um keine Kollision zu riskieren. Um 3 Uhr morgens wurde – genau rechtzeitig mit Beginn des ablaufenden Wassers in der Waddenzee - geschleust. Hier zeigte sich die große Erfahrung der Routiniers an Bord, die bereits am Start geplant hatten, gegen 3 Uhr genau dort sein zu wollen – Hut ab, wie ich finde.
Mit ablaufendem Wasser, der Uhrzeit entsprechenden Dunkelheit und einigen unbeleuchteten Tonnen auf der Strecke wurde entschieden, den Ostwind zu nutzen und unter Spi dem Fahrwasser Richtung Den Helder zu folgen – hier stellte dann übrigens die 3-Farben-Laterne im Masttop ihre Beleuchtungstätigkeit ein. Im Texelstrom erreichten wir bei 2 Knoten Strom zunächst eine Geschwindigkeit von 10 Knoten über Grund und änderten unsere Richtung ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als auch der Strom kenterte. Da die Windvorhersage abnehmende Stärke vorausgesagt hatte entschieden wir uns für den kurzen „Rakken-Rückweg“ zur Schleuse bei Den Oever und genossen im starken Gezeitenstrom eine Art „Flusssegeln“, wie es Oliver treffend bezeichnete. Bei der Entscheidung, in Den Oever zu schleusen, ging es allen in erster Linie um das Ankommen im Ziel. Bei der Alternative, die ganze Strecke bis Kornwerderzand zurückzufahren, bestand die Gefahr, bei einschlafendem Wind den Weg nicht mehr zu schaffen – was für uns das Ende der Regatta bedeutet hätte, da wir das Zeitlimit zur Ankunft überschritten hätten. Aus heutiger Sicht vielleicht die falsche Entscheidung, denn diesen Rückweg, der deutlich mehr Seemeilen bedeutete, haben einige andere Yachten erfolgreich gemeistert, während wir kurz hinter Den Oever im IJsselmeer in eine Flaute geraten sind und bei exakt 0 Knoten Wind und spiegelglatter See von Insekten umringt wurden.

img wind00 20170830 2076283312Als uns der Wind nach einigen Stunden wieder beglückte, reichte es genau, den vorgegebenen Strecken folgend pünktlich nach mehr als 23 Stunden in Medemblick über die Ziellinie zu segeln.

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Auf jeden Fall war es ein tolles Segelwochenende, wir hatten viel Spaß und Glück mit der Sonne, die uns an allen Tagen begleitete.
Und wo sind wir schließlich gelandet? – Bei insgesamt 98,97 gesegelten „Rakken-Meilen“. Da es verschiedene Wertungen gab und die Gatica in der „Tocht-Gruppe“ gewertet wurde – die die erreichten Meilen bei diesen unterschiedlichen Booten über einen „Leistungsfaktor“ bewertet- erreichten wir von 240 Booten in dieser Wertungsgruppe den 40. Platz.

Elodea gewinnt in Eich

Geschrieben von Oliver Babik am .

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Wo und was ist EICH, auch ich habe mir diese Frage gestellt als ich diese Regatta im Kieler Terminkalender entdeckt habe. Ein Blick auf die Landkarte zeigt ein Baggersee mit direkter Verbindung zum Rhein etwas südlich von Mainz. Am Freitag angekommen zeigte sich direkt bei der Frage nach dem Getränk der Wahl wo genau wir waren: rot oder weiß - willkommen in Rheinland-Pfalz. Zur Begrüßung gab es neben leckerem heimischen Wein eine schmackhafte Brotzeit. Gesegelt wurde dann ab Samstag. Bei dieser Regatta habe ich Heiko (aus Karlsruhe), meinen Vorschoter kennen gelernt, ein netter und guter Segler. Bei drei bis vier Windstärken starteten wir gut in die Wettfahrten, die wir jeweils schon ab der ersten Luvtonne anführten und uns dann auch nicht mehr einholen ließen. In Wettfahrt drei klappte es mit dem Start bei uns leider nicht so wie geplant und wir gingen als Vorletzter um die erste Boje. Eine Runde weiter waren wir auf Platz zwei und in der dritten der vier Runden konnten wir die Führung wieder übernehmen und gewannen dann auch diese Wettfahrt. Es waren vier Wettfahrten mit einem Streicher ausgeschrieben, somit standen wir als Sieger fest :-)

Samstagabend lud dann der Segel Club Eich alle Teilnehmer zu seinem Sommerfest ein, es gab leckeres Essen, Bier, Wein und auch live-Auftritte einiger Mitglieder, ein buntes Programm.

Am Sonntag segelten die anderen neun Kieler noch eine Wettfahrt bei wenig Wind während wir bereits auskranen konnten. Somit gewannen wir den Wanderpreis, die Eicher Glasenuhr, die seitdem bei uns schlägt.

Eine sehr schöne und familiäre Regatta, die auf Grund des Gewinns des Wanderpreises auch wieder auf dem Terminkalender bei uns stehen wird.

Euer Oliver

Die Efsix wartet auf euch an der Bever

Geschrieben von Annette Diehl am .

beverAb sofort liegen zwei "Schlüsselmäppchen" mit dem Schlüssel und der Benutzerkarte für die Benutzung der Efsix an der Bever in unserem Schapp am See. Weitere Infos zur Nutzung und die Adresse findet ihr bei der Bootsreservierung. Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne an unseren Bootswart Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an mich (vorsitz@segelclDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Viel Spaß an der Bever!

J 70 EM 2017 – In der Wiege des Regattasegelsports

Geschrieben von Arne Wittemer am .

20170606 181218 030 20170705 1472782716Am Samstagmorgen des Pfingstwochenendes machten wir uns um 04:00 auf den Weg nach Hamble, GBR, zur J70 Europameisterschaft. Nach 12 Stunden Fahrt und der „Schnellfähre“ ab Calais waren wir dann um 15 Uhr Ortszeit am Hafen, stellten das Boot ab und konnten direkt beginnen alles weitere vorzubereiten. Als erstes wurde das Apartment (anfänglich Bed&Breakfest, ab dem zweiten Morgen nur noch Bed) bezogen welches in vier Minuten fußläufig zum Club lag und betrieben Aufgabenteilung. Zwei Leute Boot überarbeiten, zwei Leute einkaufen. Am Ende des Tages war also das Boot fast wieder im Neuzustand und der Kühlschrank prall gefüllt.

Für den nächsten Morgen lag dann Einchecken, Aufbauen, Vermessung und Einkranen (mit einem Reachstacker) an. Wie geplant waren wir dann mittags mit unserem Programm fertig, konnten das Boot im Hafen liegen lassen und uns nochmal für einen ersten Trainingsschlag stärken.
20170604 121425 20170705 1651476664

Es war für uns alle das erste Mal auf den Solent. Mit 1,5kn Fahrt über Grund (Vollgas!) unter Motor raus aus dem Hamble River bei auflaufendem Wasser und dann endlich die Segel hoch und los. Wir machten uns ein paar Stunden mit dem Revier vertraut, testeten mit einigen Gegnern und waren mit dem Tag zufrieden. An Land merkten wir dann im Laufe des Abends das wir Bramble Bank wohl knapp verfehlt hatten und markierten uns diesen Punkt nochmals sorgfältig. Die Monegassen und die Amerikaner hatten an gleicher Stelle 2h früher Grundberührung Downwind bei 15knt Boatspeed. Auf dieser Sandbank Bramble Bank wird einmal im Jahr ein Cricketmatch zwischen dem Island Yacht Club von der Insel Cowes und unserem ausrichtenden Royal Southern Yacht-Club ausgetragen (Die spinnen die Briten 😊 um mit den Worten von Obelix zu sprechen).

Das Practice Race am nächsten Tag bei durchaus starkem Wind (Vorhersage 23knt in Böen bis 30kn) schenkten wir uns dann (nur 10 gestartete Boote) und schauten uns das Spektakel von Land aus an. Am Ende des Tages war dann noch die Eröffnungsfeier im Royal Southern Yacht Club inkl. Skippers-Meeting und auch hier scheint sich der Trend mit einer Vorsitzenden (hier: Commodore) durchgesetzt zu haben. Als Wettfahrtleiter wurde ein PRO vorgestellt, der zweimal bei Olympia im Finn gesegelt hat. Das hat man auch nicht alle Tage. Sportlicher Anspruch konnte also auch von der Wettfahrtleitung erwartet werden. Perfekt informiert werden die Teilnehmer während der Regatta über VHF und zusätzlich über eine WhatsApp-Gruppe. Einfach gut.

Der nächste Tag startete recht ernüchternd: Startverschiebung! Wegen zu viel Wind. Dies änderte sich auch den Tag über nicht, so dass wir noch einen Tag an Land verbrachten. Ein Ausflug für einen Blick über den Tellerrand brachte uns nach Portsmouth, wo wir in Old Portsmouth weiterhin einen Blick auf einen stürmischen Solent hatten. Leider führte ein Bemerken einer riesigen Halle mit GBR-Logo nicht zu einer Anregung unserer Gehirnzellen, so dass das wir die verwaiste Basis des Ben Ainslie Americas Cup Teams nicht besichtigten :-(

An den folgenden drei Tagen wurden dann bei fast durchgehend Wind über 25kn, 9 Wettfahrten gesegelt. Der Eindruck des gestählten Wettfahrtsleiters konnte bestätigt werden. Der Wind wurde immer als noch segelbar (Windlimit Average 25kn) eingestuft. Die Böen (durchaus mal 10min lang) wurden anscheinend nicht berücksichtigt. Wir konnten die Plätze 29, 19, 32, 32, 25, 28, 23, 32, 20 segeln und waren im Großen und Ganzen zufrieden. Weniger Sonnenschüsse hätten das Ergebnis allerdings verbessert. Auch Profis haben bei diesen Bedingungen teils Probleme und auch unter den Top 10 gab es immer wieder Kenterungen (Lee und Luv!) zu beobachten. Gesamt landeten wir auf dem 27. Von 42 Plätzen mit internationalem Feld, gespickt mit diversen Olympiateilnehmern, Welt- und Europameistern und Profis. Europameister wurde (wie im Vorjahr) Petit Terrible mit Claudia Rossi ITA 853. Noticia aus Spanien mit dem früheren J/80-Weltmeister Luis Martín Cabiedes José María Torcida auf Platz 2 vor den Amerikanern US 49 Peter Duncan auf Platz 3. Bester Amateur wurde die Royal Thames Yachting Academy mit Tim Gratton auf Platz 5 der Gesamtwertung. In der Amateur(Corinthian)-Wertung belegen wir den 11. von 23. Booten.

Nach entspanntem Auskranen, Entsalzen von Innen und Außen (Boot, Segel und Crew) und Verpacken, ging es dann am nächsten Morgen wieder in die Heimat mit großer Freude auf die nächste Regatta.

SailingTeam Joojanta
GER 439
Holger, Oliver (WYD), Arne, Peter

Bericht von der Kieler Woche (J70 Team JooJanta)

Geschrieben von Christina Stadler am .

kieler woche 2017 j70

1. Tag:

1. Regattatag für die J70 auf der Kieler Woche. Nachdem Daniel und Jörg vom Segel-Club Hattingen gestern mit ihren Mitseglerinnen Birte und Jessica schon fleißig trainiert haben, mussten sie heute erst einmal die schwere Gewitterfront abwarten bis es aufs Wasser ging. Wir wünschen der Crew der JooJanta viel Spaß und Erfolg.

2. Tag:

Die ersten beiden Regattatage auf der Kieler Woche sind vorüber. Das Sailing Team JooJanta hatte gestern einen super 11. Platz erzielt. Heute ging es bei 29 kn raus auf die Bahn Foxtrot. Im ersten Lauf kamen sie als 19. durchs Ziel. Im 2. Lauf waren sie auf Platz 10, hatten dann aber vor dem Ziel 2 Sonnenschüsse und wurden auf Platz 22 weiter gereicht. Insgesamt stehen sie nun auf Platz 22. Morgen soll der Wind ganz wenig nachlassen.

3. Tag:

Wieder viel Wind, bis 35 Knoten. Wir sind 3 Läufe gesegelt Plätze 20,22 und 30 Bei der Rückfahrt von der Bahn kam es ganz dicke, Kiel Leuchtturm hat Spitzenwerte von 36kn gemessen. Es war nett anzusehen, wie die 470er reihenweise gekentert sind… 

Letzter Tag:

Wind, Wind, Wind

Am letzten Tag haben wir unseren zweiten und letzten Gennaker zerrissen und mussten die letzte Wettfahrt aufgeben.

 

Fazit:

Platz 25 von 43 – ich hatte auf Leichtwind gehofft, Daniel und ich sind extra mit 2 „leichten“ Mädels gesegelt. Wir waren etwa 80 Kilo zu leicht.

Für einen Tag Training sind wir mit dem Ergebnis zufrieden.

 

J70 macht Spaß !

Danke an die Eigner, Daniel und Holger. 

 

 

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