Bericht von der 505 Frühjahrsregatta in Bad Zwischenahn

Geschrieben von Peter Kruse und Arne Wittemer GER 8750 am .

Während am Kemander See die letzten Vorbereitungen für die Hattinger Segeltage auf Hochtouren liefen, machten wir, Arne Wittemer und Peter Kruse, uns auf den Weg nach Bad Zwischenahn, um dort unsere erste 505er Regatta der Saison zu segeln.
Nach einem kleine Zwischenstopp am Dümmer erreichten wir noch am Freitagabend bei Regen und Temperaturen unter zehn Grad das Vereinsgelände des Zwischenahner Segelclubs. Neben einer neuen Wettfahrtleitung erwartete uns dort eine ebenfalls neue Gastronomie, die uns jedoch gewohnt gut bewirtete.

 

Der erste Wettfahrttag begann trotz gut segelbarem Wind mit Startverschiebung, da die Wettfahrtleitung erst die angekündigten Böen am frühen Nachmittag abwarten wollte, eine Reaktion auf die Regatta im Jahr zuvor. Damals hatte es bei etwas mehr Wind viel Bruch gegeben und die Rettungs- und Sicherungskräfte,die in Zwischenahn für gewöhnlich sehr gut und professionell arbeiten, waren an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen.
Gegen ein Uhr ging es dann endlich aufs Wasser, der Wind war immer noch frisch und zum Teil sehr böig, aber trotzdem noch gut segelbar, nahm jedoch im Laufe der Rennen noch weiter zu. Zuerst gab es leichte Startschwierigkeiten, da die Wettfahrtleitung sich noch etwas finden musste und beim ersten Start keine Leetonne ausgelegt hatte, und dies erst bemerkte, als das 505er Feld etwas ziellos unter Spie Richtung Lee-Ufer raste. Der Abbruch der Wettfahrt folgte auch etwas unorganisiert, da scheinbar keine Flaggen zur Verfügung standen. Es wurden dennoch zwei Rennen gesegelt (mit Leetonne), bei denen aber nicht alle Boote starteten oder durch kleiner Schäden zum Reinfahren gezwungen wurden. Wir konnten an beiden Läufen teilnehmen und kamen auch ohne Kenterung oder sonstige Probleme gut über den Kurs und waren mit einem sechsten und einem zweiten Platz gesamt Dritter und durchaus mit unserer Leistung zufrieden. Abends gab es Buffett für alle Segler, dass trotz neuer Pächter der Gastronomie wie gewohnt hervorragend schmeckte.

Am Sonntag ging es dann ohne Startverschiebung direkt los. Der Wind hatte etwas abgenommen, aber die Böen waren genauso stark wie am Vortag. Mit den stark wechselnden Bedingungen auf der Regattabahn kamen wir leider nicht so gut zurecht, und wir mussten uns mit einem 7. Platz im 3. Rennen zufrieden geben. Im vierten Rennen erwischte uns kurz nach dem Spisetzen auf dem zweiten Downwind-Kurs eine besonders heftige Böe. Peter verlor den Halt im Schiff, Arne verfing sich mit dem Fuß in der Spinnaker-Luvschot und wir kenterten. Nachdem wir das Boot erfolgreich wieder aufgerichtet hatten, segelten wir nur noch ohne Spinnaker ins Ziel und mussten uns als 9. im Ziel geschlagen geben. Wir beschlossen, danach direkt in den Hafen zu fahren, um das Rigg in Ruhe auf mögliche Schäden durch den Grundkontakt untersuchen zu können.

Insgesamt wurden wir 6. von 10 gestarteten 505ern nach fünf gesegelten Rennen mit einem Streicher. Wir freuen uns schon auf die Zwischenahner Herbstwettfahrten am Saisonende und hoffen, dass die Wettfahrtleitung bis dahin etwas souveräner auftritt.

Fotos der Regatta findet man auf der Facebook Seite des ZSK-Zwischenahner Segelclubs