Bericht von der MaiOR Regatta 2017

Geschrieben von Peter Kruse am .

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Auch dieses Jahr fuhr wieder ein Team vom Segel-Club Hattingen mit der J70 zur MAIOR Regatta nach Kiel. Bei der Regatta „für die Großen“ liegt das Hauptaugenmerk eigentlich bei den ORC- Klassen, aber auch J70, J80 und Melges 24 starteten auf einer eigenen Bahn direkt vor der Hafenausfahrt. Also mal zur Abwechslung kurze Wege zur Bahn (entgegen sonstiger, jahrzehntelanger Erfahrungen im Pfingstbusch und Kieler Woche). Es hatten insgesamt 21 Teams aus Deutschland und ein Dänisches Team bei den J70 gemeldet.

Holger, Daniel, Arne und Peter, der für die erkrankte Susanne einsprang, machten sich am Freitag den 28. April, nach Kiel auf. Arne und Holger fuhren bereits mit dem Boot nach Kiel und konnten das Boot schon aufbauen und einkranen, bevor Daniel und Peter abends in Kiel eintrudelten (Full-Service!).

Am Samstag begann es mit typischem Kieler Wetter, es zogen immer wieder Schauer durch und es war kalt. Pünktlich zum ersten angesetzten Start um 11 war der Wind dann weg, und es gab erst einmal zwei Stunden Startverschiebung auf dem Wasser, bei weiteren Schauern und Temperaturen unter zehn Grad (gefühlt minus 5°C). Gegen 13 Uhr kam dann Sonne und Wind, so dass noch 3 Wettfahrten bei nahezu perfekten Bedingungen (10-12 Kn, 125°) gesegelt werden konnten. Mit den Plätzen 11,13,17 waren wir im hinteren Mittelfeld, aber trotzdem nicht unzufrieden, da die Leistungsdichte auch bei dieser J 70 Regatta wieder einmal extrem hoch war. Offensichtlich wurden hier die fehlenden Wasserstunden im Frühjahr diesen Jahres gegenüber der Konkurrenz.

Der Sonntag begann sonnig und mit Wind, wir fuhren bei auffrischenden Winden um die 12 Knoten aus SO morgens raus und konnten pünktlich um 11.00Uhr starten. Der Wind nahm immer weiter zu, drehte etwas weiter auf Ost und auch die Wellen wurden im Laufe der Zeit immer höher. Im zweiten Rennen gab dann die Klemme für das Gennakerfall leider den Geist auf, zum Glück konnten wir uns provisorisch auf dem letzten Downwind Abhilfe (Gennakerfall auf die Winsch, endlich mal ein Einsatz für die sonst nutzlose Winsch) verschaffen. Der Wind frischte weiter auf und erreichte am Ende Spitzen von deutlich über 20 Knoten, was gerade die Downwind-Kurse unter Gennaker extrem anspruchsvoll für den Gennakertrimmer, in unserm Fall Daniel, machte (besonders mit ausgeschaltetem Ratschblock ;) ). Nach dem Einschalten der Ratsche ging es dann doch noch besser, und wir schafften es, uns im vierten und letzten Rennen des Tages auf einen sehr guten 6. Platz vorzukämpfen. Nach nun insgesamt 7 Rennen lagen wir mit 74 Zählern (ein Streicher) auf dem 14. Platz. Mehr war mit dem wenigen Training nicht möglich.

Den Abend ließen wir ruhig in einem Restaurant in Strande ausklingen, und auch der vom Veranstalter geplante „Tanz in den Mai“ fiel eher ruhig aus, da wohl fast allen Crews der anstrengende Segeltag in den Knochen steckte und für Montag Sturm auf der Förde angesagt war.

Am nächsten Morgen wehte es auch ordentlich, und bereits um kurz nach neun kam von der Wettfahrtleitung die Durchsage, dass keine weiter Rennen mehr gesegelt werden. Also packten wir unsere sieben Sachen zusammen, und traten bereits um kurz vor elf unsere Heimreise an. Die gewonnene Zeit nutzten wir direkt, um das Boot wieder zurück zum Möhnesee zu bringen.

So endete für uns ein anstrengendes, spannendes und vor allem schönes langes Segelwochenende in Kiel.

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