Hattinger Segler bei 505 WM vor Gdynia

Geschrieben von Arne Wittemer am .

Vom 22.06 bis zum 27.06 fand auf Danziger Bucht vor der polnischen Segelhochburg Gdynia die 505er Weltmeisterschaft 2018 statt. Es waren 127 Teams aus 14 Nationen und von 4 Kontinenten angereist. Mit dabei waren Peter Kruse und Arne Wittemer vom Segelclub Hattingen Die Boote standen in der Marina im Herzen der Stadt, zwischen Strand und Riesenrad, und die Segler wurden mit einer Eröffnungsfeier vor dem historischen Zerstörerer „ORP Blyskawica“ begrüßt.
Nachdem am erstem Tag zwei Rennen bei mittleren Wind gesegelt werden konnten ließ der Wind an den folgenden Tagen nach. Zu diesem Zeitpunkt lag das Hattinger Team Kruse/Wittemer auf Platz 49. An der Spitze zeichnet sich bereits das Duell zwischen dem Titelverteidiger Mike Holt/ Rob Woelfel (USA) und dem deutschen Team aus Lutz Stengel/Holger Jess ab.
Weder am Montag noch am Dienstag waren die Bedingungen so, dass ein faires Rennen mit 127 Schiffen zu segeln gewesen wäre. So war das einzige gesegelte Rennen der beiden Tage das „Night Race“, ein Show Rennen, das während der Midway-Party öffentlichkeitswirksam mit Start und Ziel an Land ausgetragen wurden. Dazu wurden die Boote der U25 Teams mit LED-Leisten präpariert und ein kurzer Kurs direkt vor dem Strand ausgelegt.
Da nach drei Tagen nun die Gefahr bestand nicht die erforderlichen 4 Rennen zustande zu bekommen entschied die Wettfahrtleitung den für Mittwoch vorgesehenen „Lay-Day“ ausfallen zu lassen und die Segler wieder aufs Wasser zu schicken.
Die Bedingungen am Mittwoch waren gut segelbar und es wurden 3 Rennen bei leichten Winden gesegelt. Für das Team aus Hattingen lief der Tag etwas weniger erfolgreich und sie fielen auf Platz 54 zurück. Für das Deutsche Spitzenteam Stengel/Jess lief der Tag hingegen überaus erfolgreich und sie schafften es die Gesamtführung von den Amerikanern zu übernehmen.
Der Donnerstag hielt ähnlich gute Bedingungen wie der Vortag für die Segler bereit und es wurden erneut drei Rennen gesegelt. Kruse/Wittemer hatten zwei mal Pech beim Start. Nachdem sie beim ersten Start nur schlecht aus einem großen Pulk heraus starten konnten verhakte sich beim zweiten Start ein polnisches Team mit der Baumnock in der Luv Want der beiden und zwang sie unmittelbar vorm Start zum Wenden, um den Bruch der Want und damit den Mastverlust zu vermeiden. Dass das polnische Team kein Wegerecht hatte und kringeln musste war dabei nur ein schwacher Trost. Im dritten Lauf starteten die beiden sehr früh beim Pfadfinderstart und konnten den größten Teil der Startkreuz mit freiem Wind segeln. Der gute Start zahlte ich aus und sie landeten im insgesamt 7. Rennen auf Platz 33. Die beiden schlechten Läufe zuvor rächten sich jedoch, und die beiden rutschten auf Platz 59 ab. Derweil gelang an der Spitze den beiden deutschen die Sensation. Mit den Plätzen 1, 5, 1 hatten Lutz Stengel und Holger Jess ihren Vorsprung weit genug ausgebaut, und waren bereits einen Tag vor Ende der Weltmeisterschaft sicher Weltmeister.
Während die frisch gebackenen Weltmeister die letzten beiden Läufe am Freitag nicht mehr mitsegeln mussten, ging es für den Rest des Feldes noch einmal um alles. Nachdem der Wind während des ersten Rennes nahezu komplett einzuschlafen drohte, frischte er wieder deutlich auf über 12 Knoten auf. An den Top Positionen gelang es Holt/Woelfel den zweiten Platz sicher zu verteidigen. Und das Junge Deutsche Team Hofmann/Brockerhoff gelang mit den Plätzen 1 und 5 noch der Sprung aufs Treppchen, vor den Briten Batchelor/Pascoe und den Franzosen Boite/Fountaine. Peter Kruse und Arne Wittemer gelang es auch sich noch einmal um ein paar Plätze zu verbessern und sie landeten auf Platz 55.
Die WM schloss mit einer großen Siegerehrung und Party in der BrowarPort Brauerei, nur wenige Meter von der Marina entfernt direkt am Strand

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