Jugendfreizeit am Veersemeer

Geschrieben von Bendix, Jonatan, Charlotte am .

Jugendfreizeit Veersemeer 12. -19.10.2018

Am letzten Schultag vor den Ferien sollte es um 14 Uhr losgehen, um 14.30 Uhr fuhren Sebastian, Jonatan, Charlotte und Bendix dann nach Holland los, da Jonatan es mit der Pünktlichkeit mal wieder nicht allzu genau nahm.

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Abfahrt am Kemnader See: Jonatan, Sebastian, Charlotte, Bendix
So kamen wir nach ein paar Staus bei den Bungalows des Ferienparks De Schotsman am Veersemeer an, wo die anderen aus Pulheim später dazustießen.

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SSC Pulheim und SC Hattingen
Nachdem wir dann unsere Zimmer einigermaßen eingerichtet hatten, standen wir bereits vor der ersten Herausforderung: Die Tür des Anhängers, welcher das ganze Essen beinhaltete, klemmte und konnte von außen nicht geöffnet werden. Das Fenster ließ sich ebenfalls nur von innen öffnen, weswegen wir nun eine Stunde damit beschäftigt waren, durch die kleine Falltür mit zwei Besen das Fenster von innen zu öffnen, damit wir an die Tür kamen. So wurden also noch spät nachts Nudeln gegessen. Am nächsten Tag wurden nach dem Frühstück schnell die Boote, bis auf den 420er, der Holland ein bisschen später erreichte, aufgebaut und bis abends gesegelt. Dabei waren Jonas' Versuche mit seiner Motte zu segeln leider wenig erfolgreich, aber spannend anzuschauen. Als schließlich alle auf dem Wasser waren, wurden Wettfahrten gesegelt, bei denen David und Paul eindeutig den Kenterrekord hielten. Während sich nachmittags noch alle über den Wind freuen konnten, tauchte schon das nächste Problem auf; denn Jonatan und Charlotte wurden weggerammt und hatten ein ziemlich großes Loch in ihrem Boot zu beklagen, welches ein unbekannter Holländer verursachte, der sich auch schnell wieder verdrückte. Ab dem nächsten Tag musste dann also übergangsweise viel Epoxyharz und Klebeband das Loch zusammen halten. Doch damit nicht genug. Bendix, der mit Justus die RS Vision fuhr, verlor seine Brille bei dem Versuch, eine Wasserflasche aufzunehmen (ein schlechter Tausch, zumal die Flasche dabei auch verloren ging). Zwar hatte er eine Ersatzbrille dabei, die er jedoch nicht aufhatte. Nachdem er also die Vision, oder auch die schwimmende Badewanne, fast kurz und klein geschlagen hatte, wurde die Ersatzbrille mit einem Gummiband gesichert, das von nun an 24 Stunden am Tag getragen wurde. Zur Aufmunterung wartete dann bereits das Fleisch auf dem Grill. Am Sonntag segelten wir dann das Veersemeer ein großes Stück weiter runter und bekamen noch mehr Wind ab. Nach etlichem Kentern, glücklicherweise ohne abzusaufen trotz des Lochs im Auftriebskörper, kamen wir dann Stunden später am Nachmittag wieder an. Da Jonatan und Charlotte noch nicht genug hatten, fuhren sie anschließend noch RS 500 und präsentierten ihr Können gleich durch eine Wende mit gezogenem Gennaker. Am Abend folgte dann selbst gemachte Pizza frisch aus dem Pizzaofen. Ein negativer Zwischenfall war ein geklautes Surfboard, das noch nicht sehr alt war. Am nächsten Tag besuchten nach einer Segeleinheit alle außer Justus, David und Bendix den Shipshop. Denn die RS Vision hatte (mal wieder) ein Problem mit dem Gennakerbaum, was jedoch nach langem hin und her überlegen gelöst werden konnte. Bei der Reparatur kamen einige rostige Werkzeuge, unter anderem ein Hammer, zum Vorschein, deren Anwesenheit in der Vision sich Justus komischerweise nicht erklären konnte... Am Dienstag brachten wir Segel zur Reparatur, während Jonatan sich im Surfen versuchte, und konnten nicht segeln, was aber auch nicht sonderlich ärgerlich war, weil quasi kein Wind auffindbar war.

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Jonatan beim Surfen
Dafür haben ein paar Leute eine Radtour zum Strand gemacht, während sich Sebastian, Jakob, Paul und Charlotte den ein oder anderen fragwürdigen Ferienpark anschauten und fotografierten. Anschließend wurden Pommes gegessen. Nachmittags wurde dann relativ erfolgslos Beachvolleyball gespielt, da das Feld nicht wirklich als Volleyballfeld zu bezeichnen war. Die andere Hälfte vergnügte sich währenddessen im Wasser, um die sommerlichen Temperaturen auszunutzen. Zum Abendessen gab es dann leckere Burger. Schließlich gewannen die Hattinger noch den Vendée Globe. Somit hatten wir am Mittwoch ebenfalls keine Segel, weswegen der Großteil um halb eins eine Radtour nach Veere machte, während Annette und Alex die Strecke mit ihren Kajaks zurücklegten und Bernd und Rolf hinüber surften. Nachdem Bendix sein Fahrrad zerkratzt hatte, wurde dann Kaffee und Cola getrunken. Danach haben wir uns in der Stadt umgesehen. Am Abend gab es dann Kartoffeln mit Kräuterquark, der mehr Zaziki als Kräuterquark war, und Fleisch. Donnerstag vormittags gab es eine kleine Spi-Einweisung für die Pulheimer, die dem 420er gegenüber eher skeptisch eingestellt waren. Mehr oder weniger überzeugt probierten dann zumindest David und Joshua das Spisegeln aus. Mit Verspätung kamen nachmittags die Segel wieder an, immerhin mit pinkem Streifen in der Fock, und wir konnten noch ein letztes Mal bei endlich wieder besseren Windbedingungen segeln, bevor am nächsten Tag die Boote abfahrbereit gemacht werden mussten. Dabei wurde durchgetauscht, was zu der einen oder anderen lustigen Kenterung mit Tonne führte. Innerhalb von drei Wettfahrten erreichten Paul und Charlotte immerhin einmal die Luvtonne, während sich Jonatan ganz gut alleine auf dem 420er machte, Joshua die Vision sowohl mit Justus als auch mit Bendix segeln musste, Sebastian mit seiner Aero mal wieder vorne weg fuhr und David und Carlotta sich auf dem anderen RS 500 gut schlugen, obwohl sie erst nach Umwegen an der Startlinie auftauchten. Abends gab es dann viel zu viele sehr leckere Flammkuchen. Am letzten Tag mussten nun schnell die Koffer gepackt, sowie die Bungalows geräumt werden. Bevor es dann endgültig nach Hause ging, gab es noch einen kurzen Pommes-Stopp für das ein oder andere Auto. Mit nochmal ordentlich Stau auf der Rückfahrt ging eine super Segelwoche viel zu schnell zu Ende. Es war genau die richtige Mischung aus vielen Wasserstunden, leckerem Essen, Sonne, niveauvollen Gesprächen (bei denen vor allem Jonatan und Paul das Niveau gehoben haben, aber auch Sebastian ab und an seinen Teil dazu beitrug...) und einigen lustigen Zwischenfällen, sodass wir jederzeit wieder mitfahren würden.
Charlotte Diehl, Bendix Wevelsiep, Jonatan Spohn

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