Bericht von den Hattinger Segeltagen 2019

Geschrieben von Jacob Niewiarra am .

Für Ingo und mich begann bereits die Vorbereitung auf die Hattinger Segeltage am Freitagnachmittag. Wir hatten uns entschlossen, die bevorstehende Regatta am Kemnader See mit dem doch in die Jahre gekommenen orangenen Kolumbus zu bestreiten. Als erstes standen jedoch noch ein paar kleine Arbeiten an, damit der Kielzugvogel einigermaßen “regattatauglich” war. Zusätzlich wechselten wir noch die Segel und entschieden uns für ein, doch noch gut erhaltene Exemplar aus dem Jahr 1995. Es sollte die erste Regatta für Ingo und mich zusammen im Kieler werden und oben drein, für mich die Erste als Steuermann. Mit entsprechender Erwartung schauten wir dem Wochenende entgegen.

Insgesamt gingen 11 Schiffe, darunter vier weitere mit Teams des SCHs an den Start. Für das Wochenende war ein Wind von 3-5 Bft. aus östlicher Richtung vorhergesagt. Pünktlich um 14:00 fiel der Startschuss für das erste Rennen. Wie nicht anders zu erwarten, misslang der erster Start für uns. Auf der Startkreuz konnten wir gleich die Erkenntnis gewinnen, dass wir nicht die gleiche Höhe fahren konnten wie die meisten anderen Regattateilnehmer. Immer fest unser Ziel vor Augen, den Lauf zu beenden kämpften wir weiter. Einen Schneeschauer später war es dann soweit, wir waren im Ziel.

Die Zeit bis zum nächsten Lauf nutzen wir, getreu dem Motto “Aus Fehlern wird man klug”, um unsere Taktik bzw. Strategie und den Trimm zu optimieren. In der Startphase für das zweite Rennen beobachteten wir die anderen Teilnehmer und versuchten so eine besser Startposition zu erreichen. Erstaunlicherweise gelang das sogar recht gut. Allerdings konnten wir den Anschluss an das Hauptfeld nicht halten. Wir fielen immer weiter zurück. Eine Flauten-Loch auf dem ersten Down-Wind-Kurs machte es auch nicht mehr besser. Aber auch diesmal schafften wir es, bis zur Zieldurchfahrt.

Auch die dritte und letzte Wettfahrt für diesen Samstag beendeten wir als Letzter. Zurück im Hafen wurden wir, dank vieler Helfer, mit Kotelett und Wurst vom Grill sowie frisch gezapften Fiege versorgt. So wurde der Abend in geselliger Runde im Seglerheim verbracht. In Gesprächen mit Mitseglern versuchten wir, Verbesserungsvorschläge für den nächsten Tag zu sammeln.

Am Sonntagmorgen ging es bei ähnlichen Windverhältnissen und strahlenden Sonnenschein pünktlich um 11:00 weiter. Dank zahlreicher Tipps konnten wir mit verbessertem Trimm wenigstens näher am Feld hinterhersegeln und sogar nach einer Umrundung der Lee-Tonne mitten drin mitsegeln. Mehr aber auch nicht...

Nicht nur “gefühlt” konnten wir uns verbessern. In der sechsten und letzten Wettfahrt dieses Wochenendes konnten wir einen stolzen vorletzten Platz belegen. Andreas Nüssen und Christan Nowak vom ETUF belegten am Ende den ersten Platz, Oliver Babik und Marco Hill den zweiten sowie Hansi Maibohm und Hendrik Mielke den dritten Platz. Somit standen auch Oliver und Marco als Stadtmeister und Reviersieger fest.

Ingo und ich haben an diesem Wochenende viel gelernt und vor allem die ganze Zeit über viel Spaß gehabt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Sebastian und all seinen Helfern auf dem Wasser für eine reibungslosen Ablauf der Regatta bedanken, sowie bei allen Helfern an Land bedanken.

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