Bericht vom Skippertrainings-Wochenende

Geschrieben von Ingo Löbbert am .

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Am ersten Aprilwochenende (5.-7.4.) nutzten wir, das heißt Stefan, Michael, Jacob und ich (Ingo) die Möglichkeit, im niederländischen Lemmer ein Skippertrainings-Wochenende zu absolvieren. Die "Quick Zilver" sollte von Freitag bis Sonntag unser temporäres zu Hause sein, hierzu kam tagsüber dann unser "Instruktor" Benjamin - ein Niederländer, der gerade eine 5-jährige Zeit bei der Marine hinter sich gelassen hat.
Zunächst stellten wir am Samstag bei der ersten Landübung fest, welche Amateure wir doch im Werfen der Festmacherleinen um Poller waren. Schon hier galt es, ein wenig zu üben.
Nach dem Auslaufen ging es darum, sich mit den Segeleigenschaften des Bootes, einer Bavaria 33, vertraut zu machen. Spontan reihten wir uns während einiger Segelmanöver auf Bestreben von Benjamin dabei mitten in das Feld einer gerade laufenden, zufällig vorbeifahrenden Regatta ein, so dass wir beim Umrunden einer Wendemarke von der Fotocrew auf einem Schlauchboot als vermeintliche Teilnehmer umfassend auf Fotos verewigt wurden.... - wir stellten aber sicher, dabei niemanden zu behindern oder irgendwie zu benachteiligen.
Nach dem Training von Schleusenfahrten, vielen Ankermanövern -bei denen jeder abwechselnde Rollen einnahm- ging es noch ans "Mensch-über-Bord-Manöver". Hier durften wir erleben, wie Benjamin allein das Manöver durchführte -mit Autopilot, Segel bergen und herandriften, ganz anders, als bei der Ausbildung erlernt und in den Segelprüfungen gefordert - macht aber sicher Sinn, wenn man mit kleiner Crew unterwegs ist.
Am Sonntag dann starteten wir mit dem Festfahren unseres Bootes am Ufer und dem Training, dies mit einem kleinen Motorboot, dem Spifall und einer Festmacherleine als Verlängerung wieder flott zu bekommen. Nachdem dies erfolgreich erledigt wurde galt es für jeden, einge An- und Ablegemanöver verschiedener Art zu absoliveren, entweder allein und ohne Hilfe eines weiteren Crew-Mitglieds - oder die anderen konnten hier die tags zuvor erlernten "Leinenwurftechniken" üben. Für alle jedenfalls gab es eine Menge neuer Erkenntnisse. Die Mittagspause wurde dann mitten im alten Hafen von Lemmer verbracht, bevor am Nachmittag jeder noch das Mensch-über-Bord-Manöver im Alleingang praktizieren durfte. Der "Mensch" war übrigens ein Kugelfender, an den über einen Tampen die Pütz geknotet wurde. So wurde das Abtreiben etwas verhindert und das Aufholen deutlich erschwert. Leider rechnete keiner damit, dass ich das Driftmanöver so unglücklich durchführte, dass sich die Seilkonstruktion zwischen Kugelfender und Pütz unter Wasser an unserem Ruderblatt verfing.... - na ja, irgendwann haben wir alles wieder gelöst bekommen.
Abschließend gabe es noch ein paar Boxen-Anlegeübungen vorwärts und rückwärts, bevor wir am Sonntag gegen 17 Uhr die Heimreise antraten.
Insgesamt war es ein tolles Training, prima Stimmung, super Instruktor, viele Übungen und gute Erkenntnisse, sehr zu empfehlen.

Ingo Löbbert

 

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