24 H Regatta IJsselmeer

Geschrieben von Jonatan Spohn am .

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Dieses Jahr haben Jörg, RIclef, Jacob, Jan und ich (Jonatan) die 24h Regatta auf dem IJsselmeer bestritten, wobei wir mit dem Boot von Jörg, der Gattica gesegelt sind. Alles begann am Freitag morgen, als wir uns um 8 Uhr bei Jörg Zuhause getroffen haben, um nach Holland zu fahren. Wir hatten blauen Himmel und eine angenehme Temperatur. Auf dem Weg nach Holland haben wir dann noch Jan auf einem Autobahnparkplatz eingesammelt. Endlich war die Crew vollständig. Als wir in Holland angekommen sind, mussten wir uns erstmal im Supermarkt um die Verpflegung kümmern. Daraufhin haben wir das Boot beladen und segelklar gemacht. Die Regatta sollte nämlich um 19 Uhr abends starten und wir mussten uns noch einen geeigneten Startort überlegen. Nachdem wir uns dann für den Start im Markermeer von Lelystadt aus entschieden haben, sind wir sofort auf Kurs gegangen, um rechtzeitig in Lelystadt anzukommen. Um 18 Uhr haben wir die Schleuse vom IJsselmeer in das Markermeer passiert und waren früh genug am Start, sodass wir dann noch einmal im Hafen von Lelystadt anlegen konnten. In Lelystadt sind ungefähr 20 weitere Boote gestartet. Trotz alle dem waren wir bei null auf der Linie und hatten den besten Start von der Gruppe.
Bei der 24h Regatta geht es darum, in 24h auf festgelegten Kursen so viele Seemeilen zu segeln wie es geht. Diese Kurse werden ,,Rakken“ gennant. Aufgrund dessen ist es wichtig, sich gut zu überlegen, welche „Rakken“ man abfährt. Abhängig von den Wetterverhältnissen haben wir uns dann für mehrere „Rakken“ im Markermeer entschieden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir mehr Wind im Markermeer als im IJsselmeer, was ein großer Vorteil im Vergleich zu der Konkurrenz im IJsselmeer war. Unser Ziel war es, um halb sechs ungefähr im Norden des IJsselmeer an der Schleuse bei Makkum zur Wannnensee zu sein, um dort mit dem Strom Richtung Texel zu segeln. Bis dahin lief es auch echt super. Jedoch hatte der Wind auf dem IJsselmeer abgenommen als wir vom Markermeer gekommen sind. Denn wir hätten dort noch ein paar mehr Racken mit besserem Wind absegeln können. In der Nacht sind wir wie alle immer an Deck gewesen, wobei sich jeder aber mal für ein paar Minuten hingelegt hat. Es waren aber immer mindestens zwei Leute an Deck. Im Sonnenaufgang hatten wir nun endlich die Schleuse zur Wattensee erreicht. Bis hierhin waren wir gut platziert und waren guter Dinge, dass wir dieses Jahr gut abschneiden würden. In der Wattensee angekommen, ging es dann mit dem Strom sehr gut voran. Wir durften jedoch nicht zu spät an der nächsten Tonne, die vor Texel lag, sein, da dort der Strom zu wechseln drohte und wir mit Gegenstrom hätten segeln müssen. Zum Glück hatten wir es aber nach drei Stunden mit Musik und viel Kaffe geschafft. Hier stellte sich jedoch die Frage, ob wir doch die Schleuse im Nordwesten im IJsselmeer bei Den Oever wieder zurück segeln sollten, was deutlich kürzer gewesen wäre als mit dem Strom die gleiche „Rakke“ wieder zurück zu segeln. Hier begingen wir jedoch den größten Fehler, der uns die Regatta kostete. Zu diesem Zeitpunkt war es ungefähr 9 Uhr und wir beschlossen den gleichen Weg wieder zurück zu segeln, was uns mit dem Strom viele schnelle Meilen brachte. Doch nach etwa der Hälfte ließ der Wind immer mehr und mehr nach, bis wir  nur noch mit dem Strom durch die Flaute Richtung Schleuse getrieben sind. An der Schleuse angekommen, mussten wir zudem auch noch eine Stunde warten, wobei nun jede Sekunde kostbar geworden war, um um 19 Uhr wieder im Ziel in Enkhuizen zu sein. Nachdem wir endlich wieder im IJsselmeer angekommen waren , regte sich dort aber nicht ein Windstoß. Mit vereinzelten Böen konnten wir uns dennoch langsam vorarbeiten, wobei uns aber die Zeit weglief. Wir standen zwischenzeitlich eineinhalb Stunden auf der Stelle, was dazu führte, dass wir während der Regatta einen Badestopp machten, da das IJsselmeer weit und breit um uns herum spiegelglatt war. Uns wurde immer bewusster, dass wir die Regatta vermutlich nicht beenden würden. Mit mehren Booten aus unserer Gruppe haben wir uns dann langsam fortbewegt. Gegen 18 Uhr entschlossen wir uns schließlich dazu, die Regatta abzubrechen, da wir mit diesen Verhältnissen mindestens noch vier bis sechs Stunden gebraucht hätten. Das Problem hierbei war jedoch nicht nur die Flaute, sondern auch die Fliegenplage auf unserem Boot, die sich aufgrund der Flaute zunehmend vermehrte. Die Flaute hat uns somit leider die Regatta abgenommen , was vielleicht bei einer kürzeren „Rakke“ in der Wannensee nicht passiert wäre, da uns am Ende einfach zu viel Zeit gefehlt hatte. Trotz alle dem war die ganze Crew bei guter Laune. Wir haben wir uns schließlich um das Abendessen gekümmert und in einem traumhaften Sonnenuntergang geankert und gegessen. Nach anstrengenden aber schönen 24h segeln mit kaum Schlaf haben sich dann aber alle auf ihre Koje gefreut.
Am Ende sind wir 124 Meilen gesegelt und es fehlten noch 8 Meilen zum Ziel. Mit der zusätzlichen Vergütung für  2 Schleusendurchfahrten hätten wir top Ergebnis eingefahren....
 
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