Niederrhein-Meisterschaft im Kielzugvogel – 6-Seen Platte - Duisburg

Geschrieben von Ulrike Weichert am .

Ulrike und Oliver Siegerehrung

Morgens gegen 09:00 Uhr ging es los, auf zur 6 Seen-Platte nach Duisburg, auf der die Niederrhein-Regatta ausgetragen wird. Auf dem Weg noch kurz in Hattingen das Schiff anhängen. Ankunft gegen 10:00 Uhr, ein paar wenige bekannte Gesichter für mich waren dabei. Meine erste Regatta mit Oli, der mit mir segeln üben muss/darf je nach Blickwinkel. Ziel: Sportbootführerschein Binnen! Nachdem Oli dann eingetroffen war, versuchte ich mich beim Zusammenbauen des Schiffes irgendwie nützlich zu machen. Aber so wirklich viel konnte ich nicht helfen. Als Oli dann, mir schleierhaft, wie er das ohne Anleitung geschafft hat, das Boot fertig hatte, stellten wir uns zum einkranen in die Schlange. Danach ging es mit Paddelantrieb in eine freie Box. Gegen 12:00 Uhr dann zur Steuermannsbesprechung, anschließend in warme und wasserdichte Klamotten verpacken. Das Wetter lud definitiv nicht zum segeln ein. Anschließend ging es auch schon los, der erste Lauf sollte gegen 13:00 Uhr starten. Von den 16 gemeldeten Mannschaften konnten alle starten. Also fuhren wir raus. Oli hatte ordentlich damit zu tun, mir immer zu sagen, was er jetzt vorhat und warum. Vor dem ersten Start übten wir noch ausbaumen. Gern hätte ich mir einen PostIt an den Mast geklebt „Ausbaumer an den Mast nicht an den Baum!“. Aber nach dem 2. Mal falsch klappte das dann auch. Dann ging es los, wir fuhren in Richtung Startlinie. Meine Aufgabe, nach nahen Schiffen, die evtl. im Weg sein könnten, gucken wurde schwieriger. Ich sagte einfach alles an, was ich sah. Auch mit mir an Bord traute Oli sich mitten in das Getümmel an der Startlinie. Nach dem Startsignal ging es in angenehm bedächtigem Tempo über die Startlinie. Wir steuerten auf die Bojen zu, meine Aufgabe, bei den Wenden das Vorsegel zu bedienen war nicht sonderlich schwer. Schwieriger war es, mit den Knien und Füßen nicht die Schoten zu blockieren. Auf dem Rückweg zur Tonne haben wir ausgebaumt und von ganz allein wollte der Ausbaumer wieder an den Baum… Auf was Oli alles aufpassen musste. An der Stelle mal ein ganz dickes Danke für deine Geduld mit mir. Da der Start relativ gut geklappt hatte, hatten wir als 5. eine, für mich, ziemlich gute Position. Durch die vom Regen nassen Schoten waren die Handschuhe mittlerweile durch und die Finger bitterkalt. Aber was solls, jammern macht ja auch nicht warm. Insgesamt mussten wir den Kurs 3x umrunden, unsere Position konnten wir halten und gingen bei der 1. Wettfahrt als 5. durchs Ziel. Trotz Regen und wenig Wind gab es eine weitere Wettfahrt. Auch hier waren wir wieder ganz vorne an der Startlinie mit dabei. Das gleiche Spiel, wie auf der 1. Wettfahrt nur mit noch weniger Wind dafür aber mehr Regen. Diesmal musste der Kurs allerdings nur 2x umrundet werden. Auf dem Zieleinlauf des 2. Laufs, wir wurden übrigens 3.(!), entschieden wir uns, dass dies unsere letzte Wettfahrt für heute sein sollte. Der Regen und die Kälte haben sich durch die Klamotten gebohrt und meine Erkältung war noch nicht ganz auskuriert. Also ging es zurück in die Box. Im Nachhinein die richtige Entscheidung, denn die 3. Wettfahrt wurde mangels Wind abgebrochen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns zum Frühstück und es hieß, um 10:00 Uhr sollen alle segelfertig sein. Ich wunderte mich ein wenig, dass um 09:50 Uhr noch immer sehr viele am Frühstückstisch saßen und keine Segelsachen anhatten. Muss wohl am Wetter gelegen haben, der See war spiegelglatt. Gegen 10:30 Uhr verließen wir mal den Frühstücksraum und prüften, ob nicht vielleicht jemand ein Bild an die Scheibe geklebt hat, aber nein, es war tatsächlich kalt und absolut windstill. Alex Morgenstern blickte ständig vom Wetterbericht im Handy auf den Himmel, aber das brachte auch nicht genug Wind und vorhergesagt war auch keiner mehr. Also entschied er, dass es keine weiteren Wettfahrten mehr geben wird und pünktlich zum Regenanfang durften wir die Schiffe fertig zum auskranen machen. Nachdem dann alles wieder nass war konnte es verpackt werden und wir konnten uns nach der Siegerehrung wieder auf den Nachhauseweg machen.

Wenn ich diese 2 Tage für mich zusammenfasse, kann ich sagen, dass ich sehr viel Spaß hatte (Segler sind ein lustiges Volk). Die Regatta war, für meine spärlichen Erfahrungen, gut organisiert. Ich freue mich, das nächste Jahr wieder dabei zu sein, dann hoffentlich mit Segelschein in der Tasche und etwas mehr Erfahrung.

Aus dem SCH außerdem dabei waren Marco Hill mit Katja Brüning (Platz 8) und Mirco Gantenberg mit Daniel Scheer am Vorsegel (Platz 7)

Ulrike Weichert

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