Mit drei Teams aus dem Segel Club Hattingen zur Open Dutch Championship

Geschrieben von Anna Roskosch am .

So langsam starten die ersten großen Regatten wieder und für die RS500 Klasse war das erste große Event nach der Absage der WM in Travemünde, die Niederländische Meisterschaft auf dem Grevelinger Meer bei Bruinisse.

Mirco und Anna hatten sich schon früh für die Regatta angemeldet, Jonathan und Jakob sowie Marian und Daniel haben sich eher kurzfristig für die Teilnahme entschieden.

Sebastian aus Pulheim stellte dankenswerterweise sein Schiff zur Verfügung und so konnten wir mit drei Schiffen nach Holland fahren. Kurz vor der Abfahrt überschlugen sich dann aber leider die Ergebnisse.

Am Mittwoch, beim Verladen der Schiffe auf die Trailer, kam die Nachricht schlechte Nachricht, die fast das Aus der Regatta bedeutet hätte: Das RKI erklärte Nord- und Südholland zum Corona-Risikogebiet, die Regattabahn und der Hafen lagen aber zum Glück südlich davon in Zeeland und wir konnten doch anreisen.

Kurz vor der Abfahrt dann die nächste schlechte Nachricht: Anna konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen und somit hatte Mirco keine Vorschoterin. Er ist aber dennoch mitgefahren und versuchte bis zuletzt noch Ersatz zu finden, leider ohne Erfolg.

Als wenn das nicht schon alles schlimm genug wäre, mussten wir aufgrund der Sperrung der A40 einen großen Umweg fahren, denn hier war ein Tanklastzug unter einer Brücke bei Mühlheim komplett ausgebrannt. Im weiteren Verlauf der Fahrt verlor Mirco dann auf der Höhe von Eindhoven sein vorderes Nummernschild, nachdem es von einem umherfliegenden Metallteil getroffen wurde. 

Nach der Ankunft im Hafen wurden noch schnell die Masten gestellt und „kleinere“ Reparaturen durchgeführt, bevor wir uns in unsere Unterkunft begaben. Marian hatte für uns und ein Team aus Pulheim zwei Apartments gebucht, die direkt beim Hafen gelegen waren und genug Platz für Social Distancing boten. Dort angekommen hieß es auspacken und für den krönenden Abschluss Tages sorgte Daniel mit herzhaften Pfannkuchen zum Abendessen.

Am Samstagmorgen ging es schon früh los, denn der erste Start war für 10.55 Uhr angesetzt. Daher waren wir schon um kurz nach 8 Uhr im Hafen und das war auch nötig. Mirco musste nochmal zurück ins Apartment, um den Schlüssel der Trailerbox zu holen, in der sich alle Segel und Ausrüstung befanden. Somit verzögerte sich das Auslaufen ein wenig. Nach gefühlt endlosen Minuten kam er dann zurück zum Hafen und wir konnten doch noch pünktlich aufs Wasser, um vor dem Start noch ein paar Schläge zu segeln.

Ein Regattabüro gab es aufgrund von Corona nicht. Stattdessen mussten sich die Segler vor dem Auslaufen in eine Liste ein- und nach der Rückkehr wieder austragen. Alle Aushänge und Bekanntmachungen wurden über eine WhatsApp-Gruppe kommuniziert und die üblichen geselligen Abendveranstaltungen mussten leider ausfallen.

Die Bedingungen auf dem Wasser waren nahe zu perfekt. Die Sonne schien und der Wind kam mit 3-4bft sehr konstant aus Nordost. Es waren für Samstag und Sonntag je vier Läufe geplant und durch den perfekten Wind konnten die Läufe problemlos gesegelt werden. An dem Tag waren wir sieben Stunden auf dem Wasser und um 17 Uhr wieder zurück am Strand.

Abends gab es für alle einen großen Berg Nudeln und wir ließen den Abend mit einer Kiste Grolsch ausklingen.

Sonntag ging es dann schon um 9.55 Uhr los und, trotz etwas weniger Wind als am Samstag, schafften wir die acht Wettfahrten. Insgesamt waren wir 13 Std auf dem Wasser und haben 120 Kilometer Strecke gesegelt. Ich denke, mehr ist an so einem Wochenende nicht möglich – und das bei 23 Grad mit 100 Prozent Sonne.

Die Rückfahrt lief dann völlig unspektakulär und planmäßig.

Ein perfektes Regattawochenende, auch wenn die Platzierungen noch Luft nach oben lassen.

 

Zur Bildergalerie: https://www.segelclub-hattingen.de/index.php/fotogalerie/open-dutch-championship

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