Segelbundesliga

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Das Konzept der Liga ist im Segelsport einzigartig, da die Crew nicht mehr an den Skipper gebunden ist, sondern an den Verein. Im Team können Crewmitglieder ausgewechselt werden. Als Segelklasse wurde vom Veranstalter die B/One gewählt. Das Boot ist 7,28m lang und lässt sich mit einem Gennaker mit 48qm Segelfläche sportlich segeln, so dass spannende Matches garantiert sind. Die Boote werden im Gegensatz zu herkömmlichen Regatten vom Veranstalter gestellt, so dass eine Chancengleichheit hinsichtlich des verwendeten Materials besteht.

Der Konkurrenzkampf in der Segelbundesliga hat nicht zuletzt durch die Anzahl der beteiligten Vereine so stark zugenommen, dass sich das SCH Team in der Relegation um einen Bundesligaplatz für 2015 nicht qualifizieren konnte.

 

Bericht von der dritten SBL Regatta Hamburg/Außenalster

Geschrieben von Vorstand am .

Segelbundesliga logoNRV kann sich auf dem Heimatrevier an die Spitze der Tabelle setzen

Das 3. Event der Segel-Bundesliga fand auf der Außenalster in Hamburg statt. Wieder kämpften 18 Teams um Punkte für den Titel bester Segel-Club Deutschlands. Diesmal waren Match-Races angesagt, das sind Wettfahrten, in denen je 2 Boote gegeneinander antreten, also ein Kampf Team gegen Team. Insgesamt wurden 153 Wettfahrten an 3 Tagen bei ruppigem Wind durchgeführt. Ein Mammutprogram, bei dem die Teams in „fliegendem“ Wechsel auf die Boote gebracht wurden, um dann in Kurzwettfahrten um den Sieg zu kämpften.

Die Hattinger Segler traten mit dem Team Annette Diehl, Oliver Babik, Gero Skopp und Peter Kruse an. Für sie war dieses Regattaformat Neuland, sie hatten bisher noch keine Erfahrung in Matchraces gesammelt (es entspricht den America´s Cup-Wettfahrten) und konnten sich nur theoretisch auf die Aufgabe vorbereiten. Daher waren die Erwartungen nicht groß. Am Ende konnten die Hattinger 3 Siege für sich verbuchen und belegten damit an diesem Wochenende den 17. Platz.

Die Crew des SCH berichtete:

Abends gingen wir alle zusammen die Matchrace-Regeln durch, da diese Art der Regatta für uns alle Neuland war. Viele Regeln sind ganz anders als im Fleetrace, vom Startverfahren, über Bojen, die andersherum gerundet werden, bis zu Schiedsrichterentscheidungen direkt auf dem Wasser.

Am Freitag hatte wir 45 Minuten Zeit, um auf einer der J70 zu trainieren, ab 14 Uhr gingen die Wettfahrten los. Unglücklicherweise mussten wir sofort im zweiten Rennen das erste Mal ran, ohne wirklich zu wissen, was uns erwartet, wir alle waren hochgradig nervös! Gesegelt wurde auf J 70, J 22 und Laser Bahia. Wir hatten leichten Wind, segelten 6 Rennen und konnten davon eins gewinnen. Wir waren zufrieden.

Am Samstag startete das stramme Programm bereits um 9 Uhr mit einer Steuermannsbesprechung. Der zuerst schwache bis mäßige Wind wurde im Laufe des Tages böiger und im Laser Bahia gab es diverse Kenterungen, wir haben den Mast aber über Wasser halten können! Auf der J70 ließ sich der ein oder andere Sonnenschuss unter Gennaker nicht vermeiden. Die Bilanz des zweiten Tages: 2 gewonnene Wettfahrten von 7 und jede Menge dazugelernt.

Der Sonntag startete mit mäßigem Wind, der im Lauf des Tages immer stärker und böiger wurde. Wir hatten vier Matches zu segeln. Die starken Gegner ließen leider keinen Sieg an diesem Tag zu, sodass wir am Ende der Veranstaltung auf dem 17. Platz landeten. Damit konnten wir 2 Punkte für die Gesamtwertung nach Hause bringen.

Der Norddeutsche Regatta Verein (NRV), einer der größten in Deutschland, der an der Außenalster beheimatet ist konnte sich mit einem Sieg „dahoam“ an die Spitze der Tabelle setzen. Die Segler des Segel-Club Hattingen liegen nach 3 Events nun punktgleich mit dem Segelklub Bayer Uerdingen und dem Lindauer Segelclub auf dem 18. Platz, es ist also bei den nächsten beiden Regatten auf dem Bodensee Ende September und auf dem Wannsee Anfang November noch Luft nach oben, zumal es dann wieder mit dem bekannten Regattaformat „ Fleetrace“ weiter geht.

Fotos © by Segel-Bundesliga / Lars Wehrmann

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